Uefa-Cup Nürnberg im Pech, Bayer und Bayern glänzend

6. Teil: Hamburger schonen sich ins Achtelfinale


Der Hamburger SV hat wie erwartet das Achtelfinale im Uefa-Cup erreicht. Mit dem 3:1-Hinspiel-Erfolg im Rücken und dem Spitzenspiel bei Bayern München am kommenden Sonntag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Kopf, kam der HSV über ein 0:0 im Rückspiel gegen den FC Zürich nicht hinaus.

Dass sich vor immerhin 33.586 Zuschauern keiner seiner Spieler vor dem Bundesliga-Hit in München verletzt hat, dürfte Trainer Huub Stevens noch am meisten gefreut haben. Bemerkenswert war die Geduld der HSV-Fans, die ihre Mannschaft und am Ende sich selbst mit pausenlosen Gesängen feierten und nur ganz selten ihrer Unzufriedenheit mit Pfiffen Luft machten. Auch die rund 3000 mitgereisten Schweizer Anhänger sangen in der Gäste-Kurve während der gesamten 90 Minuten, die auf dem Rasen nur wenige Highlights boten.

"Ich bin zufrieden mit dem Weiterkommen, mit der Leistung bin ich es nicht", sagte HSV-Coach Huub Stevens. "Die Spieler wissen genau, dass sie hätten mehr bringen können. Gegen die Bayern müssen wir uns am Sonntag natürlich steigern. Wir haben wenig Chancen zugelassen, aber in der Offensive waren wir relativ schwach."

Der FC Zürich hatte vor Spielbeginn auch nicht mehr an die Möglichkeit einer Überraschung geglaubt. "Wir brauchen schon ein Wunder, um weiter zu kommen", erklärte Trainer Bernard Challendes. Für den Schweizer Meister, der nun nur eines seiner letzten zehn Spiele gewann, ging es vor allem darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen."

"Kein Tor kassiert, nicht verloren, alles in Ordnung", fasste Abwehrspieler Vincent Kompany den langweiligen Kick zusammen. Für den Belgier war der Einzug in die Runde der letzten 16 nie gefährdet: "Das 3:1 im Hinspiel war schon ein perfektes Ergebnis. Auch diesmal hatten wir den Gegner im Griff und haben nur vergessen, die Tore zu machen."

Mit zunehmender Spieldauer kamen die Hausherren, bei denen Piotr Trochowski erneut den immer noch verletzten Kapitän Rafael van der Vaart als Spielmacher ersetzte, besser ins Spiel. Trochowski (16.) hatte die erste Torgelegenheit, seinen Schuss aus 17 Metern lenkte Torwart Johnny Leoni mit den Fingerspitzen um sein Gehäuse. In der 20. Minute war es ebenfalls der deutsche Nationalspieler, der eine weitere gute Gelegenheit vergab. Nach einem Zuspiel von Guy Demel zögerte er zu lange mit dem Torschuss, der daraufhin abgeblockt wurde. Die größte Torgelegenheit hatte unmittelbar vor der Pause Collin Benjamin, der Namibier schoss allerdings freistehend aus zwölf Metern am Tor vorbei.

Achtelfinal-Hinspiele 6. März

Leverkusen - Hamburg
Anderlecht - FC Bayern
Rangers - Bremen
Marseille - St. Petersburg
Getafe - Benfica
Tottenham - Eindhoven
Florenz - Everton
Bolton - Sporting
Nach dem Wechsel verflachte die Partie weiterhin. Die Hamburger taten nicht mehr als nötig, versuchten harten Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen und bemühten sich, ausschließlich über Kombinationen vor das Züricher Tor zu gelangen. So einfach wollten sich die Schweizer aber nicht ausspielen lassen und waren deshalb kaum noch gefährdet. Ihre einzige ernsthafte Torgelegenheit hatten die Gäste in der 70. Minute, als Eric Hassli aus elf Metern freistehend über das HSV-Tor schoss.

Hamburger SV - FC Zürich 0:0

Hamburg:
Rost - Demel (77. Boateng), Reinhardt, Mathijsen, Benjamin - de Jong, Kompany - Jarolim, Trochowski (81. Fillinger), Olic - Guerrero (62. Choupo-Moting). - Trainer: Stevens
Zürich: Leoni - Rochat, Lampi, Barmettler, Stahel - Djuric, Tico (46. Konde), Aegerter - Chikhaoui, Abdi (59. Hassli) - Alphonse (58. Tahirovic). - Trainer: Challandes
Schiedsrichter: Kristinn Jakobsson (Island)
Zuschauer: 33.586
Gelbe Karten: Jarolim, Benjamin / Tico, Konde

fpf/sid



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