Uefa knallhart Harte Strafen für Portugal

Mit ungewöhnlich drastischen Strafen hat die Uefa die portugiesischen Attacken auf den Schiedsrichter im Halbfinale geahndet. Drei Spieler dürfen in der kommenden Saison nicht mehr international eingesetzt werden.


Portugals Sturmhoffnung Nuno Gomes: Acht Monate keine Länder- und Europapokalspiele
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Portugals Sturmhoffnung Nuno Gomes: Acht Monate keine Länder- und Europapokalspiele

Rotterdam - Mit langen Sperren und Geldstrafen hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) am Sonntag auf die Attacken portugiesischer Spieler nach dem verlorenen EM-Halbfinale am Mittwoch in Brüssel gegen Weltmeister Frankreich (1:2) reagiert. Die Uefa sperrte Abel Xavier (FC Everton) für neun Monate, Nuno Gomes (Benfica Lissabon) für acht Monate und Paulo Bento (Real Oviedo) für sechs Monate. Der portugiesische Verband muss wegen des undisziplinierten Verhaltens seiner Spieler eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 210.000 Mark bezahlen. Die Sperren gelten sowohl für die WM-Qualifikation als auch für Europapokalspiele.

Mit dieser ungewöhnlich harten Bestrafung dürften auch die Chancen der portugiesischen Nationalspieler gesunken sein, nach der EM zu Champions-League-Vereinen zu wechseln. Besonders Shooting Star Nuno Gomes, der seinen Marktwert auf dem Tunier in Belgien und Holland dank vier Toren enorm gesteigert hat, kann sich einen Vereinswechsel unter diesen Umständen zunächst einmal abschminken.

Portugals Spieler hatten den österreichischen Referee Günter Benkö und Uefa-Offizielle nach dem "Golden Goal" von Zinedine Zidane in der Verlängerung durch einen von Xavier verschuldeten Handelfmeter heftig bedrängt und beschimpft. Gomes erhielt vom Unparteiischen nach Spielschluss wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte. Laut Uefa erlitt Benkö bei den Angriffen, die offenbar neben Gomes vor allem Xavier und Bento angelastet wurden, blaue Flecken und Kratzwunden.



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