Uefa Supercup Alaba und Benzema schießen Real Madrid zum Sieg gegen Frankfurt

Abgezockt, cool, dominant: Champions-League-Sieger Real Madrid zeigte beim 2:0 im Supercup gegen Eintracht Frankfurt seine Klasse. Der Europa-League-Gewinner spielte anfangs stark mit, war am Ende aber chancenlos.
Die Torschützen von Helsinki: Karim Benzema und David Alaba

Die Torschützen von Helsinki: Karim Benzema und David Alaba

Foto: Sergei Grits / AP

Champions-League-Sieger Real Madrid hat den europäischen Supercup gewonnen. Der spanische Fußballrekordmeister besiegte Europa-League-Gewinner Eintracht Frankfurt in Helsinki mit 2:0 (1:0). Die Treffer erzielten vor 31.500 Zuschauern David Alaba nach einer Ecke (38. Minute) und Angreifer Karim Benzema (65.). Für Real Madrid war es bereits der fünfte Erfolg im europäischen Supercup.

Zu Beginn war Frankfurt die bessere Mannschaft. Das Team von Oliver Glasner schien die 1:6-Pleite vom Bundesliga-Auftakt gegen den FC Bayern gut verdaut zu haben und wäre in der 14. Minute fast in Führung gegangen. Nach einer Balleroberung von Ansgar Knauff im Mittelfeld und einem Steilpass von Rafael Borré tauchte Daichi Kamada frei vor dem Real-Tor auf, schoss aber Keeper Thibaut Courtois an.

Tuta rettet spektakulär

Kurz darauf hatten die Spanier die große Chance zur Führung. Nach einer sehenswerten Kombination kam Vinícius Júnior im Strafraum zum Abschluss, Eintrachts Keeper Kevin Trapp lag bereits geschlagen am Boden, ehe Verteidiger Tuta per Grätsche kurz vor der Linie klärte (17.).

Danach hatten die Spanier mehr Ballbesitz, Frankfurt spielte aber weiter mutig nach vorn. Mehr als ein Abschluss von Knauff aus spitzem Winkel, den Courtois locker abwehren konnte, gelang aber nicht (24.).

Alaba bringt Real in Führung

Das bestrafte der spanische Meister. Erst hatte der für Frankfurt kaum zu kontrollierende Vinícius Júnior die Chance auf die Führung, seinen Schuss konnte Frankfurts Keeper Kevin Trapp gerade noch zur Ecke abwehren. Diesen Standard aber nutzte Real. Der Ball von Toni Kroos gelangte über Umwege zu David Alaba, der die Unordnung in Frankfurts Verteidigung nutzte und aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte (38.).

Gleich schlägt es ein im Frankfurter Kasten: David Alaba bei seinem Tor zum 1:0

Gleich schlägt es ein im Frankfurter Kasten: David Alaba bei seinem Tor zum 1:0

Foto:

KAI PFAFFENBACH / REUTERS

In der Folge übernahm Real mehr und mehr das Kommando – und hätte die Führung ausbauen können. Erneut war es Vinícius Júnior, der nach einer Flanke aufs Tor von Trapp zielte, aber einmal mehr am bis dahin so starken Frankfurter Keeper scheiterte (55.). Nur wenig später rettete die Latte nach einem Schuss von Casemiro (61.).

In der 65. Minute aber war das Frankfurter Glück aufgebraucht. Nach Vorlage von Vinícius Júnior vollendete Benzema aus rund 14 Metern. Trapp machte beim nicht sehr platzierten Schuss eine unglückliche Figur.

Letztlich spielte Real Madrid das Spiel in typischer Real-Madrid-Manier zu Ende. Das Team von Trainer Carlo Ancelotti ließ den Ball laufen und gab den Frankfurtern keine Chance mehr, noch mal ins Spiel zurückzufinden.

Enttäuscht, aber auch stolz: Die Eintracht-Profis nach dem Spiel vor der Fankurve

Enttäuscht, aber auch stolz: Die Eintracht-Profis nach dem Spiel vor der Fankurve

Foto: Petteri Paalasmaa / EPA

Eintracht-Coach Oliver Glasner probierte zwar noch einiges und brachte unter anderem Zugang Mario Götze ins Spiel, an der Pleite konnte aber auch der Spielmacher nichts mehr ändern. Dennoch feierten die mitgereisten Eintracht-Fans die sichtlich enttäuschten Spieler nach Ende der Partie.

kjo
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