Fußball Uefa will Elfmeterschießen gerechter machen

ABBA - so heißt der Modus fürs Elfmeterschießen, den die Uefa aktuell testet. Er soll die Ungerechtigkeiten der bisherigen Schussreihenfolge beheben.

Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin (Archivfoto)
AFP

Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Union Berlin (Archivfoto)


Mannschaft A beginnt mit dem ersten Schuss, Team B legt mit zwei Versuchen nach. Dann ist wieder Mannschaft A mit zwei Schüssen an der Reihe. Nach insgesamt fünf Runden steht frühestens der Gewinner fest. Das System "ABBA" erinnert an den Tiebreak aus dem Tennis. Es könnte das bisherige Elfmeterschießen ersetzen.

Bei der U17-Europameisterschaft der Frauen in Tschechien wird derzeit der Modus getestet. Das hat der europäische Fußballverband Uefa mitgeteilt. Bisher legt ein Spieler von Team A vor, Mannschaft B zieht nach. Beide Teams wechseln sich so lange ab, bis jede Auswahl mindestens fünf Schüsse abgegeben hat.

Die Initiative soll das Elfmeterschießen gerechter machen. Laut einer Forschung hat das aktuell beginnende Team eine Chance von 60 Prozent zu gewinnen. Bei der Uefa geht man davon aus, dass der Spieler der nachziehenden Mannschaft einem größeren Druck ausgesetzt ist als der Profi des beginnenden Teams.

Per Münzwurf soll entschieden werden, welche Mannschaft beim "ABBA"-Modus beginnt. Ob der Modus auch bei anderen Turnieren zum Einsatz kommt, wurde zunächst nicht bekannt.

jan/Reuters

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Seite 1
fusselsieb 03.05.2017
1. Glücksspiel
Elfmeterschießen bleibt trotzdem ein Glücksspiel. Der Torward muß sich für eine Ecke oder Stehenbleiben entscheiden. Der Schütze entscheident sich gleichfalls. Das ist wie Schere - Stein - Papier. Besser wäre z.B. ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden, eventuell mit reduzierten 15 Minuten Blöcken und/oder reduzierter Spieleranzahl..
ich-geb-auf 03.05.2017
2. Auswärttormodus ab Verlängerung abschaffen wäre gerecht!
Das ein Auswärtstor mehr zählt, sollte ab der Verlängerung hinfällig sein. Das heisst beide Mannschaften haben die gleichen Chancen in der Verlängerung weiterzu kommen. Biespiel: Hinspiel 1:1 Rückspiel 1:1 n.V. Schießt (stand heute) die Auswärtsmannschaft nun ein Tor in der Verlängerung muss die Heimmannschaft schon 2 schießen, denn ein 2:2 würde nicht reichen, nur ein 3:2 Sieg. das fnde ich schon jahrelang sehr ungerecht.
ich-geb-auf 03.05.2017
3. Beim Elfmeterschießen genauer die Regel beachten
Beim Elfmeterschießen sollten die Schiris auch mehr aufpassen, dass der Torwart nicht nach vorne rennt oder springt vor dem Schuß, das ist inzwischen gang und gebe und wird zu 99% nicht geahndet. Sowas ist auch mehr als ungerecht.
ich-geb-auf 03.05.2017
4.
Zitat von fusselsiebElfmeterschießen bleibt trotzdem ein Glücksspiel. Der Torward muß sich für eine Ecke oder Stehenbleiben entscheiden. Der Schütze entscheident sich gleichfalls. Das ist wie Schere - Stein - Papier. Besser wäre z.B. ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden, eventuell mit reduzierten 15 Minuten Blöcken und/oder reduzierter Spieleranzahl..
auch nicht gerecht, da beim Wiederholungsspiel vielleicht der eine oder andere Spieler krank, verletzt ist oder weil Team A am Wochenende vorher spielfrei hatte (in Spanien wurde das schon so gemacht, dass Madrid auf einmal das Spiel verlegt hat für das CL Spiel) usw.. Elfmeterschießen passt. 100% Gerechtigkeit hast sowieso nie, der eine hat den besseren, größeren Torwart, der andere die Fans im Vordergrund usw..
halverhahn 03.05.2017
5. @ fusselsieb
Aufgrund der engen Termine/Terminplanungen der Profi-Mannschaften gehen neue/erneute Spielansetzungen, in welcher Form auch immer, nicht. Und was ist bei ner WM/EM? Da kann man auch nicht ein weiteres Spiel ansetzen, falls es nach 90/120 Minuten immer noch Unentschieden steht... Es muss also immer eine Entscheidung des Spiels am gleichen Tag her. Entweder Elfmeter-schießen oder ne Art sudden death bzw. das angeblich so ungeliebte golden goal... Ob die nun von der UEFA angedachte neue Regelung ABBA nun soviel besser ist als zuvor, zweifle ich stark an!
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