UI-Cup HSV jubelt, Wolfsburg zittert

Durch ein Traumtor von Hoffnungsträger Rafael van der Vaart ist der Fußball-Bundesligist Hamburger SV dem Uefa-Cup einen großen Schritt näher gekommen. Dagegen sind die Chancen des VfL Wolfsburg im Ui-Cup-Halbfinale nach einer mageren Nullnummer erheblich gesunken.


HSV-Spieler Jarolim: Die Hanseaten kontrollierten das Spiel
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HSV-Spieler Jarolim: Die Hanseaten kontrollierten das Spiel

Wolfsburg/Olmütz - Der niederländische Nationalspieler van der Vaart erzielte beim 1:0 (0:0)-Sieg der Hanseaten beim tschechischen Vertreter Sigma Olmütz den Siegtreffer in der 49. Minute durch einen Schlenzer aus 17 Metern in den linken Torwinkel. Der Neuzugang von Ajax Amsterdam verschaffte seinem Team damit eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Mittwoch in der AOL-Arena.

Dagegen steht der VfL Wolfsburg nach seinem Hinspiel gegen den RC Lens bereits mit dem Rücken zur Wand. Vor gut 10.500 frustrierten Zuschauern in der Volkswagen-Arena plätscherte die Partie fast während der gesamten Spielzeit weitgehend ereignislos vor sich hin. Beiden Teams fehlte unübersehbar die Durchschlagskraft im Angriff, und so blieben gute Einschussmöglichkeiten eine Rarität.

Wolfsburg-Trainer Holger Fach hatte vor dem Seitenwechsel Nationalspieler Mike Hanke wegen dessen Trainingsrückstands noch geschont. Doch auch nach der Einwechslung des ehemaligen Schalkers wuchs die Torgefahr nicht.

HSV: Spiel fest im Griff

In Olmütz hatte der HSV vor rund 11.500 Zuschauern das Spiel von Beginn an fest im Griff, ließ kaum Chancen des Gegners zu, blieb aber auch selbst vor dem Tor der Tschechen zunächst harmlos. Emile Mpenza (5., 7., 18.) vergab in der Anfangsphase gleich dreimal aus aussichtsreicher Position, Stefan Beinlich (24.) machte es nicht besser.

Trainer Thomas Doll musste auf Zugang Guy Demel verzichten, der im Drittrunden-Rückspiel gegen Uniao Leiria am vergangenen Wochenende (2:0) seine zweite Gelbe Karte gesehen hatte. Dafür konnte der Coach aber auf den angeschlagenen Mannschaftskapitän Daniel van Buyten zurückgreifen. Während Stürmer Benjamin Lauth zunächst erneut auf der Bank Platz nehmen musste, spielten die beiden Neueinkäufe van der Vaart und Timothee Atouba wieder von Beginn an.

Kurz nach der Pause erzielte van der Vaart dann nach Zuspiel von David Jarolim seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Hamburger, die auch danach feldüberlegen waren. Von Sigma, das in der Runde zuvor Borussia Dortmund (1:1, 0:0) ausgeschaltet hatte, war kaum etwas zu sehen. Auch die Schlussoffensive der Tschechen überstand Hamburg problemlos.

Sigma Olmütz - Hamburger SV 0:1 (0:0)
0:1 van der Vaart (49.)
Olmütz: Blaha - Roman Hubnik (40. Kopecky), Hudec, Kovar, Pecnik - Randa - Vacek, Babnic, Melinho, Onofrej - Rojka (57. Bednar)
Hamburg: Wächter - Klingbeil, van Buyten, Boulahrouz, Atouba - Jarolim, Wicky (89. Karl), Beinlich - van der Vaart - Mpenza (73. Lauth), Barbarez
Zuschauer: 11.435
Schiedsrichter: Paolo Bertini (Italien)
Gelbe Karten: Klingbeil, Atouba

VfL Wolfsburg - RC Lens 0:0
Wolfsburg: Jentzsch - Karhan, Quiroga, Hofland, Weiser (75. Schnoor) - Fischer, Thiam, Hrgovic (46. Hanke) - D'Alessandro - Menseguez, Klimowicz (83. Topic)
Lens: Itandje - Coulibaly, Assou-Ekotto, Hilton, Demont - Carriere (84. Barul), Bak, Keita - Jemaa, Cousin (68. Vieira), Bakari (68. Dindane)
Zuschauer: 10.511
Schiedsrichter: Emil Bozinovski (Mazedonien)
Gelbe Karten: Assou-Ekotto, Jemaa, Keita



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