UI-Cup HSV setzt Höhenflug fort

Mit dem Triumph über den FC Valencia ist der Hamburger SV der Uefa-Pokal-Qualifikation wieder einen Schritt näher gekommen. Nur die gelb-rote Karte für Barbarez dämpfte die Freude über den achten Pflichtspielsieg in Folge.


Torschütze Barbarez: Per Kopf Kopf zum Siegtreffer
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Torschütze Barbarez: Per Kopf Kopf zum Siegtreffer

Hamburg - Die Hanseaten gewannen das Final-Hinspiel des UI-Cups gegen den FC Valencia mit 1:0 (0:0) und haben sich damit eine gute Ausgangsposition für das zweite Duell am 23. August geschaffen. Vor 55.386 Zuschauern erzielte Sergej Barbarez in der 51. Minute per Kopf den Siegtreffer für den HSV, der nun schon seit 599 Plichtspielminuten ohne Gegentor ist.

In der 86. Minute hatte Barbarez seine Nervern aber wieder einmal nicht im Griff. Nach einem harten Einsteigen von Fabio Aurelio, der ihn mit dem Fuß im Gesicht getroffen hatte, beschwerte sich der Bosnier dafür zu vehement beim Unparteiischen, erhielt dafür die gelb-rote Karte und ist für das Rückspiel gesperrt. "Er hat gar nichts Schlimmes gemacht. Das war ganz schwach vom Schiedsrichter", kritisierte HSV-Trainer Thomas Doll.

In der 88. Minute hatten die Hamburger Glück, als Khalid Boulahrouz einen Schuss des Spaniers Mista auf der Linie abwehrte. Auf der anderen Seiter vergab Benjamin Lauth in der Nachspielzeit die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen.

Die Platzherren starteten verhalten, kamen nach zehn Minuten aber besser ins Spiel. Regisseur Rafael van der Vaart profilierte sich immer wieder als Vorbereiter, doch Barbarez (9.), Emile Mpenza (10.) und Bastian Reinhardt (13.) vergaben zum Teil gute Einschussmöglichkeiten. Die beste Chance des ersten Spielabschnitts hatte jedoch David Jarolim, der freistehend am spanischen Schlussmann Santiago Canizares scheiterte (32.).

Hitzkopf Barbarez: Heftiges Reklamieren nach Tritt ins Gesicht
DPA

Hitzkopf Barbarez: Heftiges Reklamieren nach Tritt ins Gesicht

Valencia konnte seine Klasse drei Wochen vor dem Start der Primera Division hingegen nur selten andeuten. Obwohl HSV-Trainer Doll in der Innenverteidigung weiter auf seinen Mannschaftskapitän Daniel van Buyten verzichten musste, waren Valencias Top-Stürmer Patrick Kluivert und Marco di Vaio sowie später auch David Villa nur selten in der Lage, sich gefährlich in Szene zu setzen. Im Mittelfeld fehlte es in Abwesenheit von Ruben Baraja, Pablo Aimar und Miguel Angulo an einem Ideengeber.

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel konnten die Hamburger ihre Überlegenheit auch in Zählbares ummünzen. Barbarez verwertete eine schöne Freistoßhereingabe von van der Vaart aus kurzer Distanz per Kopf. Keine 60 Sekunden später hätte Mpenza in der AOL-Arena auf 2:0 erhöhen können, doch er vergab knapp. Bei den Gastgebern, die im Rückspiel neben Barbarez auch auf den gelb-gesperrten Guy Demel verzichten müssen, waren van der Vaart und Thimothee Atouba die Besten. Bei Valencia wussten hingegen vor allem Canizares und der Brasilianer Edu zu überzeugen.

Hamburger SV - FC Valencia 1:0 (0:0)
Tor: 1:0 Barbarez (51.)
Zuschauer: 55.386
HSV: Wächter - Demel, Boulahrouz, Reinhardt, Atouba - Wicky, Jarolim, Beinlich (21. Trochowski), van der Vaart (90. Karl) - Mpenza (77. Lauth), Barbarez
FC Valencia: Cañizares - Cancira, Ayala, Marchena, Fabio - Rufete (37. López), Albelda, Edu, Vicente - Kluivert (78. Mista), Di Vaio (46. Villa)
Schiedsrichter: Dougal (Schottland)
Gelb-rote Karte: Barbarez (Hamburg) wegen Meckerns (85.)
Gelbe Karten: Demel, Jarolim / Vicente, Cancira, Villa, Albelda, Fabio



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