Ukraine Tausende bei Lobanowski-Trauerfeier

Die Ukraine trauert. Rund 100.000 Fußballfans haben Walerij Lobanowski die letzte Ehre erwiesen. Der ehemalige Nationaltrainer war am Montag an den Folgen eines Hirnschlages gestorben.


Lange Warteschlangen vor dem Stadion in Kiew
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Lange Warteschlangen vor dem Stadion in Kiew

Kiew - In langen Reihen zogen die Trauernden im Kiewer Olympiastadion an dem aufgebahrten Leichnam des erfolgreichen Trainers vorbei. Die Sport-Arena war schon am Vortag in Lobanowski-Stadion umbenannt worden.

"Er hat den ukrainischen Fußball in der ganzen Welt bekannt gemacht", sagte Präsident Leonid Kutschma vor dem Staatsbegräbnis auf dem Kiewer Prominentenfriedhof Baikowo. Kutschma ernannte Lobanowski postum zum "Helden der Ukraine".

An der Trauerfeier nahmen auch Ministerpräsident Anatolij Kinach sowie das Ministerkabinett teil. Andreij Schewtschenko, ehemaliger Schützling von Lobanowski in Kiew und heutiger Stürmerstar des AC Mailand war ebenfalls zugegen.

Ein letzter Gruß für den legendären Fußballcoach
AP

Ein letzter Gruß für den legendären Fußballcoach

Lobanowski war am Montag im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Hirnschlags gestorben, den er bei einem Auswärtsspiel seiner Mannschaft Dynamo Kiew in Saporosche erlitten hatte.

Das Amt des ukrainischen Nationaltrainers hatte der Fußballcoach, der nicht mehr aus dem Koma erwacht war, im vergangenen November nach dem Scheitern in der WM-Relegation gegen Deutschland abgegeben. Kiew hatte Lobanowski seit 1974 trainiert.



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