Chelsea-Trainer Tuchel über russischen Klubeigner »Die Situation hier ist schrecklich«

Durch seinen russischen Besitzer Roman Abramowitsch wird der FC Chelsea in die politische Debatte über Sanktionen hineingezogen. Trainer Thomas Tuchel zeigt sich bedrückt. Eine klare Stellungnahme zu Russland scheut er jedoch.
Chelsea-Coach Thomas Tuchel

Chelsea-Coach Thomas Tuchel

Foto: Nick Potts / dpa

Die ungewisse Zukunft des russischen Klubeigentümers Roman Abramowitsch hat nach Ansicht von Teammanager Thomas Tuchel Auswirkungen auf den FC Chelsea. »Wir sollten nicht so tun, als sei dies kein Thema. Die Situation für mich, meine Mitarbeiter und die Spieler ist schrecklich«, sagte er vor dem Endspiel des Ligacups gegen den FC Liverpool am Sonntag in Wembley.

Für den Klub bringe es eine große »Unsicherheit«, so Tuchel, »viel schlimmer ist es aber für die wirklich betroffenen Menschen. Unsere besten Wünsche, unsere Gedanken sind bei ihnen, das ist das absolut Wichtigste.«

Nach der Invasion russischer Truppen in die Ukraine  wird im britischen Parlament nicht nur über Chelseas Klubbesitzer diskutiert. Abramowitsch ist einer von zahlreichen Oligarchen und Firmen, denen Sanktionen drohen. Im Parlament wurde bereits vorgeschlagen, seine Konten einzufrieren und Besitztümer inklusive Chelsea zu beschlagnahmen.

Tuchel wollte nicht detailliert auf die Situation eingehen. »Es gibt so viele Ungewissheiten rund um unseren Klub und die Situation in Großbritannien, dass es keinen Sinn macht, wenn ich dies kommentiere.« Er räumte allerdings ein, dass die Gesamtsituation »unsere Gedanken« und »Vorfreude auf das Endspiel« verhülle.

aha/sid