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23. Juli 2019, 23:32 Uhr

Bayern-Präsident

Hoeneß verzichtet offenbar auf erneute Kandidatur

Dieses Jahr könnte Schluss sein für Uli Hoeneß beim FC Bayern. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung will der Vereinspräsident im November nicht zur Wiederwahl antreten. Im Verein gibt man sich aktuell unwissend.

Uli Hoeneß soll von einer Kandidatur zur Wiederwahl als Präsident des FC Bayern München bei der Jahreshauptversammlung im November Abstand nehmen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Außerdem soll der 67-Jährige demnach planen, seinen Posten als Vorsitzender des Aufsichtsrates aufzugeben. Für diesen hatte er sich erst im Dezember bis ins Jahr 2022 bestätigen lassen.

Im November des vergangenen Jahres hatte Hoeneß gesagt: "Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben." Laut "Bild"-Zeitung soll dieser Nachfolger Herbert Hainer sein, Stellvertreter im Bayern-Aufsichtsrat und von 2001 bis 2016 Vorstandsvorsitzender der Adidas AG.

Der Bericht wurde bislang weder von Hoeneß noch vom FC Bayern bestätigt. "Bild" machte zunächst keine näheren Quellenangaben.

Rummenigge sagt nichts, Kovac weiß es "wirklich" nicht

Das Team des FC Bayern befindet sich derzeit auf Rückreise aus den USA nach einer Testspielserie. In der Nacht auf Mittwoch fand das letzte von drei Testspielen gegen die AC Milan (1:0; Torschütze: Leon Goretzka) in Kansas City statt. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich nach dem Erfolg nicht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur kam die Nachricht aus Deutschland für den Bayern-Tross in Kansas überraschend.

Trainer Niko Kovac antwortete bei der Pressekonferenz angesprochen auf Hoeneß, dass er gerne etwas sagen würde, aber es nicht könne, weil er "wirklich" nicht wisse, "wie viel Wahrheitsgehalt" in dem Medienbericht stecke. "Von daher nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich das jetzt nicht kommentiere", sagte der 47-Jährige.

Die Münchner Profis hielten sich ebenfalls zurück. "Ich habe noch keine Informationen aus erster Hand", sagte Thomas Müller. David Alaba sagte, dass es "schwierig" sein würde, sich den FC Bayern ohne Hoeneß vorzustellen. "Er ist schon die prägende Figur gewesen in zig Jahrzehnten. Das ist einmalig", äußerte Goretzka zu Hoeneß: "Mehr kann ich dazu auch nicht sagen."

tip/jan/dpa/sid

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