Bayern-Präsident Hoeneß "Freispruch wäre völlig normal gewesen"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich über seine Haftstrafe beklagt. Bei einem Galadinner in Liechtenstein attackierte er auch die Medien.
Uli Hoeneß

Uli Hoeneß

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß sieht sich zu Unrecht wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

"Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war. Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren", sagte der 65-Jährige in Vaduz vor ausgewählten Gästen mit dem Motto "Meet the president".

"Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro. Ich habe über 40 Millionen Strafe gezahlt. Trotzdem entschied ich mich, ins Gefängnis zu gehen", wird Hoeneß von der Schweizer Zeitung "Blick " zitiert. Man hätte in "Revision am Bundesgerichtshof gehen können: Aber ich habe dies meiner Familie nicht mehr zumuten wollen".

Hoeneß sprach auch über die sportliche Situation beim FC Bayern und zeigte wenig Verständnis für die Diskussionen über die Alterung des Teams. "Die Medien machen ein Theater, wie wenn wir ein Altersheim hätten", sagte er. "Wir haben eine Mannschaft, die ein bisschen in die Jahre gekommen ist, aber für mich gibt's keine alten oder jungen Mannschaften, sondern nur gute und schlechte." In der Abwehr von Juventus Turin sei auch "keiner unter 33 Jahre alt. Und die werden wahrscheinlich Champions-League-Sieger dieses Jahr, die werden Real schlagen".

jan/sid