Streit über BVB-Star Hoeneß attackiert Barcelona wegen Dembélé

Dortmunds Ousmane Dembélé will offenbar einen Wechsel zum FC Barcelona erzwingen. Den Fall haben jetzt auch Bayerns Präsident Uli Hoeneß und Bundestrainer Joachim Löw kommentiert - mit eindeutiger Kritik.
Uli Hoeneß

Uli Hoeneß

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat bei Eurosport scharfe Kritik am FC Barcelona geübt. Der spanische Spitzenklub möchte Dortmunds Ousmane Dembélé als Ersatz für den zu Paris Saint-Germain abgewanderten Brasilianer Neymar verpflichten. Dembélé hatte zuletzt unentschuldigt beim Training gefehlt. "Wenn Barcelona dahintersteckt, dann habe ich keine Achtung mehr vor dem Klub. Einen Spieler dazu zu veranlassen, einen Vertrag zu brechen, das ist unterste Kreisklasse", sagte Hoeneß.

Ein erstes Angebot des FC Barcelona im angeblich hohen zweistelligen Millionenbereich hatte der BVB nach eigenen Angaben abgelehnt. Hoeneß forderte, dass allein Vereine, nicht Spieler über Wechsel entscheiden sollten: "Wir müssen alle wieder zeigen, wer Herr im Haus ist. Das sind die Vereine, die hoffentlich vernünftige und wasserdichte Verträge machen", sagte er. "Wenn du diese Stärke in deinen Verträgen hast, können Spieler und Berater machen, was sie wollen. Wir müssen wieder dahin kommen, dass ein Vertrag ein Vertrag ist."

Zum möglichen Ausgang des Falls Dembélé, der von der Borussia "bis auf Weiteres" suspendiert worden ist, sagte Hoeneß: "Wenn Dortmund 120, 130 oder 150 Millionen Euro Schmerzensgeld bekommt, dann ist Dortmund doch der Gewinner und nicht der Spieler. Es kann aber nicht sein, dass der Spieler den Preis bestimmt."

Kritik kommt auch von Bundestrainer Löw

Auch Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich im selben Sender. "Ich verurteile es ganz einfach, wenn ein Spieler, der einen Vertrag hat, in den Streik tritt und sagt, dass er den Verein wechseln will", sagte Löw. "Das ist ein Unding. Dann sind die Verträge nichts mehr wert." Dortmund verhalte sich in der Causa dagegen "absolut in Ordnung".

Wie SPIEGEL ONLINE den Fall beurteilt, lesen Sie hier.

ehh/dpa
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