Uli Hoeneß "Man gibt ein Stück Identität her"

Zu den vom Liga-Ausschuss anvisierten Plänen, der Bundesliga einen Titel-Sponsor zu verpassen, hat sich Uli Hoeneß kritisch geäußert. Dem Bayern-Manager erscheint die Maßnahme keineswegs lohnend.


Uli Hoeneß: "Die beste Marke heißt FC Bayern München"
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Uli Hoeneß: "Die beste Marke heißt FC Bayern München"

Hamburg - Uli Hoeneß, Manager des deutschen Fußball-Meisters Bayern München, hat Gedanken an einen Generalsponsor für die Bundesliga als unausgereift bezeichnet. "Ich persönlich bin kein großer Freund von solchen Dingen. Irgendwo gibt man ein Stück Identität her. Das ist für mich nur dann machbar, wenn es sich wirklich rentiert", sagte Hoeneß in der Sendung "Sportbörse" des DSF als Reaktion auf die von Liga-Präsident Werner Hackmann am Dienstag in der "Bild" bestätigten Pläne. Als Beispiel gilt unter anderem die Premier League in England, wo das Kreditunternehmen Barclaycard für drei Jahre knapp 150 Millionen Mark zahlt.

"Diese Beträge reißen mich nicht vom Hocker"


"Man darf nicht vergessen, dass sich das nach sehr viel Geld anhört. Aber wenn man überlegt, was jeder Verein kriegt - das werden so 2 bis 2,5 Millionen Mark sein -, das macht die Vereine nicht viel reicher. Diese Beträge reißen mich nicht vom Hocker", so Hoeneß, der gleichzeitig auf den derzeitigen Marktwert des Champions-League-Siegers verwies: "Die beste Marke heißt FC Bayern München, und diese Marke lassen wir uns nicht durch irgendwelche Spielereien verderben."



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