Hoeneß will Putin treffen Von Präsident zu Präsident

Uli Hoeneß mischt sich wieder ein: Der Bayern-Präsident würde gern mit Wladimir Putin über Deutschlands Beziehungen zu Russland reden. Eine Sache findet er an Russlands Präsident sogar sympathisch.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Bayern-Präsident Uli Hoeneß

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Eigentlich wollte Uli Hoeneß so etwas nicht mehr tun. Nach Abbüßen seiner Haft wegen Steuerhinterziehung hatte der Bayern-Präsident angekündigt, sich künftig nicht mehr in politische Angelegenheiten einzumischen, sich Zurückhaltung aufzuerlegen. Sehr lange vorgehalten hat dieser Vorsatz nicht.

Er würde gerne Wladimir Putin treffen, um mit Russlands Präsidenten über die Weltpolitik zu sprechen, hat er jetzt in der "Sport Bild" mitgeteilt. "Ich würde ihn gern überreden, dass sich Russland dem Westen wieder stärker annähert. Da wir mit einem Amerika unter Trump werden leben müssen, fände ich es wichtig, dass Russland und Europa miteinander wieder besser kommunizieren", sagte Hoeneß.

Ein weiteres mögliches Gesprächsthema hat der ehemalige Wurstfabrikant Hoeneß auch parat. "Putin isst übrigens gerne Bratwurst, was ihn mir persönlich sympathisch macht", sagte der Bayern-Boss.

"Bessere Lehrmeister gibt es kaum"

Zu Sportlichem nahm Hoeneß dann aber auch noch Stellung - zum Beispiel zur leidigen Frage um den vakanten Posten des Sportdirektors. Er hat dem Eindruck widersprochen, dass die Suche nach einem Sportdirektor an Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und an ihm selbst scheitern würde.

"Natürlich tun wir uns schwer. Was mir weniger gefällt, ist, dass alles immer nach dem Motto dargestellt wird: Jeder, der den Job bekommt, muss vor mir oder Karl-Heinz Rummenigge Angst haben. Aber das Gegenteil ist der Fall", sagte Hoeneß.

Vielmehr könnten junge Manager "von unserer Erfahrung doch nur profitieren. Bessere Lehrmeister, die wissen, wie es geht, gibt es kaum", führte Hoeneß weiter aus: "Stattdessen heißt es: Jetzt hat es wegen der Machtmenschen Hoeneß und Rummenigge mit Lahm nicht geklappt wie zuvor mit Sammer und Nerlinger."

Wunschkandidat Philipp Lahm hatte dem FC Bayern abgesagt und durchblicken lassen, dass dies auch an Hoeneß liegen würde. Dieser könne "nicht loslassen". Auch Max Eberl bleibt lieber Manager in Gladbach.

aha/dpa/sid