Umfrage Borussia Dortmund würde Daum nehmen

Noch in diesem Frühjahr will Christoph Daum über seine berufliche Zukunft entscheiden. Es gibt Bundesliga-Clubs, die Christoph Daum trotz der Kokain-Affäre verpflichten würden.


Christoph Daums letztes Bundesligaspiel war das 3:3 von Leverkusen in Bremen
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Christoph Daums letztes Bundesligaspiel war das 3:3 von Leverkusen in Bremen

Hamburg - 1860-Präsident Karl-Heinz Wildmoser hält auf den Beinahe-Bundestrainer große Stücke: "Christoph Daum ist für jeden Verein, der einen Trainer sucht, ein Thema. Er hat seine Qualität über Jahre bewiesen. Seinen Fehler hat er eingesehen, man muss Fehler auch verzeihen können. Jetzt stehen ihm in der Bundesliga wieder alle Türen offen", sagte Wildmoser gegenüber der "Bild-Zeitung", die Vertretern aller 18 Bundesligisten die Frage stellte: "Würden Sie Daum nach seinem Kokain-Geständnis eine neue Chance geben?".


BVB: "Daum hat eine zweite Chance verdient"


Auch Borussia Dortmunds Manager Michael Meier spricht sich für Daum aus: "Nach seinem couragiertem Auftritt wäre ein Berufsverbot nicht angemessen. Wenn ich vor der Wahl stünde, würde ich ihm eine Chance geben. Er hat eine zweite Chance verdient." So sieht es auch Cottbus-Präsident Dieter Krein: "Prinzipiell spricht nichts dagegen. Daum ist ein guter Trainer."

Dortmund, 1860 München und Cottbus vertreten damit in der Bundesliga jedoch eine Minderheitsmeinung. Die anderen 15 Clubs halten sich auf die Frage, ob sie Daum verpflichten würden, zumindest bedeckt. Für Bochums Präsident Werner Altegoer ist eine Verpflichtung des früheren Leverkuseners ausgeschlossen: "Die Pressekonferenz war oberflächlich, dem Ernst der Lage überhaupt nicht angemessen. Ich würde Daum deshalb nach seinem Geständnis zu jetzigen Zeitpunkt noch keine jungen Menschen anvertrauen."



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