Trainer beim FC Arsenal Emery folgt auf Wenger

Der spanische Trainer Unai Emery soll den FC Arsenal nach der Wenger-Ära in die Zukunft führen. Er trifft auf eine hochveranlagte Mannschaft, doch der Neustart wird nicht ohne Probleme verlaufen.
Unai Emery

Unai Emery

Foto: Christian Hartmann/ REUTERS

22 Jahre lang bestimmte Arsène Wenger die Geschicke des FC Arsenal. Die Trainerbank der Gunners ohne den französischen Erfolgscoach ist schwer vorstellbar, doch nach seinem vor Wochen verkündeten Abgang hat sich der Klub aus London auf einen Nachfolger verständigt: Unai Emery wird neuer Trainer und soll Arsenal zurück in die Champions League führen.

"Ich bin begeistert, zu einem der größten Vereine im Fußball zu kommen", sagte Emery: "Arsenal ist in der ganzen Welt für seinen Spielstil, sein Engagement für junge Spieler, das fantastische Stadion und die Art, wie der Verein geführt wird, bekannt."

Emery wechselt von Paris Saint-Germain zu den Gunners. Der Baske hatte den französischen Meister und Pokalsieger in beiderseitigem Einvernehmen nach der Saison verlassen und damit den Weg für Dortmunds früheren Trainer Tuchel frei gemacht, der am vergangenen Sonntag offiziell in Paris vorgestellt wurde. Mit dem spanischen Erstligisten FC Sevilla gewann Emery dreimal in Folge die Europa League (2014 bis 2016).

In Paris hatte Emery eine Meisterschaft, zwei Pokalsiege und zwei Liga-Pokalsiege gefeiert, in der Champions League war er mit PSG jedoch zweimal in Folge im Achtelfinale gegen den FC Barcelona und Real Madrid gescheitert.

Emery steht unter Erfolgsdruck

Unter Wenger hatte Arsenal zuletzt zweimal in Folge die Qualifikation zur Champions League verpasst, in der kommenden Saison tritt der Klub deshalb wieder in der Europa League an. Emery steht daher unter großem Erfolgsdruck.

Er trifft mit Pierre-Emerick Aubameyang, Mesut Özil, Henrikh Mkhitaryan, Granit Xhaka und Sead Kolasinac auf einige ehemalige Bundesliga-Profis, die hochveranlagte Mannschaft hat ihre Qualitäten in der Offensive. Auf dem Transfermarkt hielt sich Arsenal bisher zurück, Emery dürfte auf Verstärkungen drängen.

Besonders schwierig wird es allerdings sein, sich als Wenger-Nachfolger zu positionieren. Der Franzose hatte die Identität des Klubs in den vergangenen 22 Jahren entscheidend geprägt und das Beispiel Manchester United hat gezeigt, wie belastend eine solche Nachfolge sein kann. 2013 war David Moyes nach 26 Jahren auf Trainerlegende Sir Alex Ferguson gefolgt und wurde noch in seiner Premierensaison entlassen.

krä/sid
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