Unbeirrter Schäfer "Ich bin weiter Nationaltrainer"

Die Farce um die Entlassung von Winfried Schäfer geht in die nächste Runde. Der Nationaltrainer selbst weiß auch drei Tage nach seiner Entlassung durch den Kameruner Verbandspräsidenten offiziell von nichts. Schäfer führt seine Amtsgeschäfte unbeirrt weiter.


Winfried Schäfer: Länderspielbericht gefaxt
REUTERS

Winfried Schäfer: Länderspielbericht gefaxt

Hamburg - "Ich bin weiter Nationaltrainer Kameruns", sagte der 54-Jährige dem "Focus". Schäfers Anwalt Christoph Schickardt bestätigte, dass bis tags zuvor keine "arbeitsrechtlich relevante Äußerung" vorgelegen habe.

Nach der 0:3-Blamage gegen Deutschland beim Länderspiel am Mittwoch in Leipzig war Schäfer von Kameruns Verbandspräsident Mohamed Iya nach drei Jahren Amtszeit entlassen worden. "Mit dieser Niederlage war er nicht mehr zu halten. Man kann keinem in Kamerun diese Leistung verkaufen", hatte Iya die vorzeitige Trennung von Schäfer begründet - doch nicht etwa gegenüber dem 54-Jährigen, sondern im Beisein von Pressevertretern.

Der deutsche Coach kündigte an, dass er seinen Platz nicht freiwillig räumen werde. Schäfer erklärte, er habe dem Verband "ordnungsgemäß" seinen Länderspielbericht und die Daten für die nächsten Lehrgänge gefaxt. Sein Vertrag mit den Afrikanern läuft bis 2006.



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