Relegation Union Berlin kämpft sich in die Bundesliga, Stuttgart steigt ab

Stuttgart spielt in der kommenden Saison nur noch in der zweiten Liga. Im Relegationsrückspiel reichte Union Berlin ein torloses Remis zum Aufstieg. Eine kuriose Abseitsstellung verhinderte ein VfB-Tor.

AFP

Union Berlin ist erstmals in der Vereinsgeschichte in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Im Rückspiel der Relegation reichte dem Zweitligisten ein 0:0, um den favorisierten VfB Stuttgart absteigen zu lassen. Das Hinspiel in Stuttgart war 2:2 ausgegangen, deshalb profitierten die Berliner von der aus dem Europapokal bekannten Auswärtstorregel.

Die Stuttgarter, bei denen Holger Badstuber den verletzten Marc-Oliver Kempf ersetzte und Santiago Ascacíbar nach sechswöchiger Sperre zurückkehrte, bestimmten die erste Hälfte. Dennis Aogo erzielte vermeintlich den frühen Führungstreffer (9. Minute), doch bei seinem Freistoßtor aus 18 Metern ließ sich Angreifer Nicolás González Richtung Tor zurückfallen, stand deshalb mehrere Meter im Abseits und irritierte dabei Union-Torhüter Rafal Gikiewicz. Schiedsrichter Christian Dingert erkannte den Treffer zunächst an, nahm seine Entscheidung jedoch nach Ansicht der TV-Bilder in der Review-Area zurück.

Gikiewicz war auch zur Stelle, als Ozan Kabak aus kurzer Distanz (3.) und Steven Zuber mit einem Schlenzer von der linken Seite ins lange Eck (45.) die beiden anderen guten Torchancen des VfB hatten. Das Spiel war zwischenzeitlich für mehrere Minuten unterbrochen, weil Badstuber und Kabak mit den Köpfen zusammengestoßen waren nur mit Kopfverbänden weiterspielen konnten.

Wie schon im Hinspiel wechselte Interimstrainer Nico Willig zu Beginn des zweiten Durchgangs Routinier Mario Gomez ein. Der VfB blieb überlegen, doch die größten Torchancen hatte zunächst Union: Suleiman Abdullahi traf innerhalb kürzester Zeit zweimal den rechten Torpfosten (64./66.). Im weiteren Verlauf verlegten sich die Berliner wieder vermehrt auf die Verteidigung ihres Vorsprungs und erstickten die meisten Stuttgarter Angriffe bereits im Ansatz. Der VfB ist zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte aus der Bundesliga abgestiegen.

Union Berlin - VfB Stuttgart 0:0
Union: Gikiewicz - Ryerson, Friedrich, Hübner, Reichel - Abdullahi (82. Gogia), Prömel, Schmiedebach, Zulj (90.+3 Parensen), Hartel (65. Mees), Andersson
VfB: Zieler - Pavard, Kabak, Badstuber, Aogo - Ascacíbar - Gentner, Akolo, Zuber (68. Castro) - Donis (60. Didavi), González (46. Gomez)
Schiedsrichter: Dingert
Gelbe Karten: Friedrich, Schmiedebach - Gentner
Zuschauer: 22.012

krä



insgesamt 83 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
friedrich_eckard 27.05.2019
1.
Als Wahlsüdbadener und Anhänger des SC Freiburg kann ich mir ein fröhliches Schmunzeln nicht verkneifen... Glückwunsch nach Berlin!
herm16 27.05.2019
2. Gottseidank
der VfB ist dort, wohin er gehört. Mehr ist nicht zu sagen
der_dr_Nickel 27.05.2019
3. Das wird ja...
...eine nette(=spannende) Zweitligasaison 2019/2020. HSV, hsv, FCN, VfB, KSC, SGD und der FCSP. Dazu noch die Störche und die Württenberger aus Heidenheim, die Sportkameraden aus der Stadt die es nicht gibt neben den Lilien sowie die Uranarbeiter und die Jungs wo die Sonne versinkt. Verspricht Spannung und schöne Spiele mit Herz und Leidenschaft (und geht wohl bei dem ein und anderen auch ums finanzielle Überleben). In der ersten Buli mache ich vier Mannschaften für die drei Abstiegsplätze aus und zwei für die Meisterschale. Nicht ganz so spannend, um nicht zu sagen Lan....... Gott(bzw. dem M05)-sei-Dank haben wir die Adlerträger in der EL. Muss jetzt DAZN wohl auch noch abonnieren, ein Jammer. Schei.. (nee, nix DFB) Kartellamt!
Orthoklas 27.05.2019
4. Glückwunsch!
Die Eisernen haben es sowas von verdient! Und der VfB übrigens auch. Toll, dass die Kleinen wie Union und Paderborn jetzt ganz oben mitmischen - das ist zweifellos hart erarbeitet!
ein-berliner 27.05.2019
5. Glückwunsch
Einen guten Start in die Bundesliga, es ist verdient.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.