Kampf um bessere Bedingungen Schlichtung gescheitert - US-Fußballerinnen wollen vor Gericht ziehen

Sie wollen mehr Geld und bessere Trainingsmöglichkeiten: Die Nationalspielerinnen der USA wollen nach einem gescheiterten Schlichtungsversuch gerichtlich gegen den Verband vorgehen.

US-Nationalspielerinnen Allie Long (l.), Megan Rapinoe
Abbie Parr/AFP

US-Nationalspielerinnen Allie Long (l.), Megan Rapinoe


Die Fußball-Nationalspielerinnen der USA wollen gegen ihren eigenen Verband U.S. Soccer vor Gericht ziehen. Schlichtungsgespräche seien erfolglos geblieben, hieß es in der Mitteilung einer Sprecherin, die vom TV-Sender CNN zitiert wurde.

"Wir sind unverdrossen und blicken einer Verhandlung vor einem Geschworenengericht freudig entgegen", hieß es weiter. Die Weltmeisterinnen seien demnach enttäuscht darüber, dass der Verband "zutiefst diskriminierende" Bedingungen aufrechterhalten wolle.

Der Verband teilte mit, er habe gehofft, eine Lösung zu finden. Er warf den Anwälten der Spielerinnen "einen aggressiven und letztendlich unproduktiven Ansatz" vor. "Wir schätzen unsere Spielerinnen" hieß es. Man habe immer wieder gezeigt, dass die Spielerinnen eine Vergütung und Unterstützung erhalten, die besser sei als bei allen anderen Frauenteams der Welt.

Morgan und Rapinoe sind Unterzeichnerinnen der Klage

Begonnen hatte der Streit im März, als 28 US-Nationalspielerinnen Klage bei einem Gericht in Los Angeles einreichten. Sie warfen dem Verband darin unter anderem vor, schlechtere Trainingsbedingungen sowie eine schlechtere Bezahlung im Vergleich zum Männer-Team zu erhalten.

Verbandspräsident Carlos Cordeiro hatte Ende Juli allerdings mitgeteilt, dass der Verband dem Nationalteam der Frauen in den vergangenen Jahren mehr Geld gezahlt habe als ihren männlichen Kollegen. Demnach hätte der Verband den Frauen zwischen 2010 und 2018 34,1 Millionen US-Dollar bezahlt, während das Männer-Team 26,4 Millionen US-Dollar bekommen habe.

Die US-Spielerinnen bezeichneten diese Zahlen jedoch als "irreführend" und "völlig falsch". Jeder Vergleich von "Äpfeln mit Äpfeln" zeige, dass die Männer mehr verdienten als die Frauen.

Zu den Unterzeichnerinnen der Klage gehören Starspielerinnen wie Carli Lloyd, Alex Morgan und Kapitänin Megan Rapinoe. Im Juli hatten die US-Fußballerinnen zum vierten Mal den WM-Titel gewonnen. In der Klage argumentierten sie, dass ihre Erfolge größer seien als die der Männer und dass sie mehr Umsätze erwirtschafteten.

bka/dpa/AP



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