Komplizierte Verhandlungen Australischer Fußball-Klub sucht Sponsor für Bolt

Wird Usain Bolt wirklich Fußballprofi bei den Central Coast Mariners? Ein Deal mit dem Sprint-Weltrekordler sei nur mit Hilfe eines externen Geldgebers zu stemmen, teilte der Verein nun mit.

Usain Bolt (l., Nummer 95), Jordan Murray
Getty Images

Usain Bolt (l., Nummer 95), Jordan Murray


Die Profikarriere von Sprintlegende Usain Bolt beim australischen Fußballklub Central Coast Mariners droht am Geld zu scheitern. Der Verein aus der A-League teilte mit, es sei unwahrscheinlich, dass der jamaikanische Weltrekordler das Angebot des Clubs akzeptiert - sofern sich nicht noch ein Sponsor findet, der sich an dem Deal beteiligt.

Laut Medienberichten sollen die Mariners dem 32-Jährigen einen mit umgerechnet 80.000 Euro dotierten Vertrag geboten haben, während Bolt selbst sich angeblich mehr als das Zwanzigfache erhoffe. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, sprach der Verein von "falschen Werten", die in der Öffentlichkeit kursierten.

Seit dem Ende seiner Leichtathletikkarriere 2017 bemüht sich der achtfache Sprint-Olympiasieger um eine Laufbahn als Fußballprofi. Etliche Beobachter sehen das als reine PR-Aktion. Mariners-Trainer Mike Mulvey hatte noch am Wochenende erklärt, Bolt sei in seiner aktuellen Verfassung kein Kandidat für die erste Mannschaft. Entscheidender dürften tatsächlich die Vermarktungsmöglichkeiten sein.

Vor eineinhalb Wochen hatte Bolt bei seinem Startelf-Debüt für die Mariners in einem Testspiel zwar zwei Tore erzielt. Bolt brauche aber noch Praxis auf Wettkampfniveau, heißt es in der Vereinsmitteilung - und die könne er bei den Mariners in der höchsten australischen Spielklasse derzeit nicht bekommen.

Solange es keine Einigung gebe, werde Bolt deshalb nicht mehr mit dem Team trainieren. Weiter heißt es: "Die Central Coast Mariners wollen sicherstellen, dass Usain Bolt alle erdenklichen Chancen bekommt, um sich seinen Traum von einer Karriere als Fußballprofi zu erfüllen."

chh/dpa/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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spmc-125536125024537 23.10.2018
1. Schade
sein Fussballengagement hat Bolt richtig sympatisch gemacht. Ich dachte, jetzt erfüllt er sich einen Jugendtraum, einfach aus Spaß an der Freud. Aber nichts da, alles Kalkül und Geldgier, offensichtlich von Anfang an. Gut, dass der BvB das durchschaut hatte und ihn ziehen ließ. Ein 32jähriger Autodidakt, der nicht mal in der Startelf steht fordert 1.3 Mio, welcher Sponsor soll das denn zahlen?
feinbein74 23.10.2018
2. lol
Zitat von spmc-125536125024537sein Fussballengagement hat Bolt richtig sympatisch gemacht. Ich dachte, jetzt erfüllt er sich einen Jugendtraum, einfach aus Spaß an der Freud. Aber nichts da, alles Kalkül und Geldgier, offensichtlich von Anfang an. Gut, dass der BvB das durchschaut hatte und ihn ziehen ließ. Ein 32jähriger Autodidakt, der nicht mal in der Startelf steht fordert 1.3 Mio, welcher Sponsor soll das denn zahlen?
Der BVB hat ihn "ziehen lassen"? Der durfte einmal mittrainieren weil sein Sponsor das so eingefädelt hat. Ende der Geschichte.
C. V. Neuves 23.10.2018
3. Tore
---Zitat--- Bei seinem Startelfdebüt für den australischen Klub Central Coast Mariners traf Bolt in einem Freundschaftsspiel doppelt. Gegen McArthur South West United ---Zitatende--- McArthur South West United ist übrigens eine Mannschaft die in keiner Liga spielt. Die machen nur Test- oder Freundschaftsspiele.
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