Manipulationsvorwürfe in Regionalliga Ermittlungen gegen Vater von Nils Petersen

Andreas Petersen wird vorgeworfen, gegnerische Spieler bestochen zu haben. Petersen nannte die Vorwürfe "an den Haaren herbeigezogen". Ermittelt wird trotzdem.

Andreas Petersen
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Die Fußball-Regionalliga beschäftigen derzeit Ermittlungen zu möglichen Spielmanipulationen. Dem Vater von Bundesligaspieler Nils Petersen, Andreas Petersen, wird vorgeworfen, dass er gegnerische Spieler vor dem direkten Aufeinandertreffen bestochen haben soll. Andreas Petersen ist Sportlicher Leiter des Nordost-Regionalligisten Germania Halberstadt.

Am vergangenen Wochenende hatte der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) Ermittlungen gegen Petersen aufgenommen. NOFV-Präsident Erwin Bugar warnte jedoch vor einer Vorverurteilung des 58-Jährigen. Das Sportgericht des NOFV werde jetzt Ermittlungen anstellen und danach entsprechende Entscheidungen treffen, sagte Bugar. "Solange handelt es sich um ein schwebendes Verfahren, bei dem wir uns nicht an Spekulationen beteiligen werden."

Der mutmaßliche Bestechungsversuch soll vor dem Spiel zwischen Halberstadt und dem SV Babelsberg 03 stattgefunden haben. Petersen räumte ein, ehemalige Halberstädter, die jetzt für Babelsberg aktiv sind, kontaktiert zu haben. Manipulationsvorwürfe wies er aber von sich.

"Das ist ein Riesen-Blödsinn und an den Haaren herbeigezogen", sagte Petersen. "Man will den Gegner etwas locken, etwas verunsichern. Ein Jux." Er sei 31 Jahre sauber im Fußballgeschäft tätig und werde immer sauber bleiben, sagte Petersen dem MDR.

Der NOFV wolle, dass die Angelegenheit zeitnah geklärt werde, sagte Bugar, der erst am vergangenen Samstag zum neuen NOFV-Präsident gewählt worden war. Stellen sich die Vorwürfe als wahr heraus, droht dem Verein ein Punktabzug.

Vor dem Spiel gegen Babelsberg am vergangenen Freitag, das Halberstadt 1:3 verlor, stand Petersens Team in der Tabelle der Regionalliga Nordost nur drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz auf Platz 13.

hba/dpa



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