FC Playfair Fan-Verein fordert "Sportsmanship" im Fußball

Die Debatte um die Football Leaks tobt, die Sorge um die Entfremdung vom Kommerzfußball geht um. Der Fan-Verein "FC Playfair" meldet sich mit einem Plädoyer zu Wort, in dem er die Rückkehr zum fairen Spiel verlangt.
Fans in der Bundesliga

Fans in der Bundesliga

Foto: Bongarts/Getty Images

Korruption, Entfremdung der Fans, Football Leaks - das sind die Stichworte, die den Fußball umgeben. Während nach den SPIEGEL-Enthüllungen zu den Football Leaks über eine mögliche Super League und die Machenschaften der Großklubs PSG und Manchester City gesprochen wird, meldet sich auch der Verein "FC Playfair" wieder zu Wort. Der Verein, der sich für Fan-Belange im Fußball einsetzt, nutzt die Debatte für ein Fairplay-Plädoyer für "mehr Sportsmanship".

"Fairplay ist die geregelte Teilhabe der Fans", so heißt es in den elf Thesen des Plädoyers unter anderem: "Ein Scheinverein, der keine Mitglieder zulässt, ist demnach ein unfairer Wettbewerber." Fairplay setze den "sportlichen Wettbewerb über die Erreichung wirtschaftlicher Ziele", wer den Sport "ausschließlich mit dem Ziel der Gewinnmaximierung fördert, handelt unfair im Sinne des Sports", so der Verein.

"Playfair" fordert demnach "transparente Prozesse in der Organisation des Sports", das gelte "für Verbandsentscheidungen ebenso wie für Schiedsrichterentscheidungen". Respekt, Anerkennung, Chancengleichheit, Schutz von Minderheiten, Einhaltung der Regeln - all das müsste wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden, appelliert der Verein in seinem Thesenpapier.

Bei "Playfair" haben sich vor zwei Jahren Fußballfans zunächst aus dem Umfeld des VfB Stuttgart zusammengetan und haben den bundesweit agierenden Verein gegründet. Im Vorjahr hatte der Verein den Antrag gestellt, die Fußball-Fankultur zum Unesco-Welterbe zu erklären. Der Verein verfügt über einen Beirat, dem unter anderem Grünen-Chef Cem Özdemir, der ehemalige Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick und der frühere Fifa-Schiedsrichter Urs Meier angehören.

aha