Antrag gestellt Verein will Fankultur zum Unesco-Welterbe machen

Was die Ostfriesische Teekultur schon hat, sollte auch der Fußballfan in Deutschland bekommen. Der Verein "FC Play Fair" will die Fußball-Fankultur bei der Unesco zum Welterbe erheben.
Fans bei Borussia Dortmund

Fans bei Borussia Dortmund

Foto: Bongarts/Getty Images

Das Skatspielen und das Hebammenwesen sind es, auch die Ostfriesische Teekultur und der Blaudruck - Teile des sogenannten immateriellen Kulturerbes, das unter dem besonderen Schutz der Unesco steht. Geht es nach dem Verein "FC Play Fair", soll künftig auch die Fankultur im Fußball auf die Liste des Welterbes aufgenommen werden. Der Verein hat einen entsprechenden Antrag gestellt, die Unesco-Kommission prüft derzeit.

Der Verein will damit deutlich machen, dass Stadion-Choreografien, Gesänge, auch das Public Viewing vor Großleinwänden Teile der Kultur dieser Gesellschaft bilden und in ihr verankert sind. "FC Play Fair", der sich für die Belange der Fans einsetzt und den Fokus im Fußball wieder weg vom Kommerz lenken möchte, will damit ein Zeichen setzen, wie Sprecher Christian Prechtl deutlich macht: Der Titel des Welterbes werde die Fankultur aufwerten, ist er sicher.

Die Unesco lässt sich mit solchen Entscheidungen Zeit, in fünf Jahren könnte die Fankultur auf die Liste rücken.

Der Antrag gehört zu einer Reihe von Aktivitäten, mit denen der Verein in diesem Jahr aufgetreten ist. So hat er im Frühjahr eine Studie in Auftrag gegeben, mit der die Anliegen und Vorlieben der Fußballfans in Deutschland näher untersucht wurden.

aha
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