Weltfußballerwahl Vergabe des Ballon d'Or fällt erstmals aus

Kein siebter Titel für Lionel Messi, keine Aussicht auf die erstmalige Wahl zum Weltfußballer für Karim Benzema oder Robert Lewandowski - erstmals seit seiner Einführung 1956 wird der Ballon d'Or nicht vergeben.
Lionel Messi bei der Verleihung 2019 im Pariser Théâtre du Châtelet

Lionel Messi bei der Verleihung 2019 im Pariser Théâtre du Châtelet

Foto: Xinhua/ imago images

Der Ballon d'Or für den weltbesten Fußballer und die weltbeste Fußballerin wird in diesem Jahr nicht vergeben. "Zum ersten Mal seit 1956 macht der Ballon d'Or eine Pause", teilte die Fachzeitschrift "France Football" als Organisatorin am Montag mit. Als Grund für die Absage wurde die Corona-Pandemie angeführt.

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"Wir können dies nicht als ein typisches Jahr betrachten. Außergewöhnliche Umstände führten zu einer außergewöhnlichen Entscheidung", sagte Pascal Ferré, Herausgeber von "France Football", auf der Homepage der französischen Fachzeitschrift. Die Entscheidung sei schwergefallen, aber unter diesen Umständen wäre die Wahl nicht fair gewesen. Im kommenden Jahr soll es die Auszeichnung dann wieder geben.

Letzter deutscher Sieger war Matthias Sammer

Der Ballon d'Or wird jährlich durch eine Abstimmung unter den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften sowie von internationalen Medienvertretern vergeben. Der letzte Deutsche, der die Wahl gewinnen konnte, war 1996 Matthias Sammer. Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge wurden jeweils zweimal ausgezeichnet. In diesem Jahr galten auch Bayerns Robert Lewandowski oder Real Madrids Karim Benzema aufgrund ihrer konstant starken Leistungen zu möglichen Anwärtern auf die Auszeichnung.

Zwischen 2010 und 2015 war der Ballon d'Or mit der Weltfußballer-Auszeichnung der Fifa fusioniert, danach trennten sich die Preisverleihungen wieder. Mit sechs Titeln führt der Argentinier Lionel Messi die ewige Rangliste des Ballon d'Or an, der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo folgt mit einem goldenen Ball weniger.

Erstmals wählte 2018 eine Jury aus Sportjournalisten und Sportjournalistinnen, die ihren Schwerpunkt beim Fußball der Frauen haben, die weltbeste Spielerin aus einer 15 Kandidatinnen umfassenden Vorschlagsliste aus. Im vergangenen Jahr gewann die Amerikanerin Megan Rapinoe.

mfu/sid
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