Verlaat-Verletzung Schaaf nimmt DFB ins Visier

Nach seinem Zusammenprall mit Roque Santa Cruz' bandagiertem Unterarm ist Bremens Abwehrchef Frank Verlaat unter Vollnarkose am Auge operiert worden. Werder-Trainer Thomas Schaaf hat wegen des Unfalls die Richtlinien des DFB in Sachen Manschetten kritisiert.


Verletzter Frank Verlaat: "Die Manschette entsprach den Vorschriften"
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Verletzter Frank Verlaat: "Die Manschette entsprach den Vorschriften"

Bremen - Frank Verlaat, 34, hat die Operation an seinem rechten Auge ohne Komplikationen überstanden. Die Ärzte hatten beim Abwehrchef des SV Werder Bremen unter Vollnarkose zwei Risswunden unter dem Auge genäht und den zerstörten Tränenkanal mit Silikon wieder hergestellt. Ende der Woche kann Verlaat wieder mit dem Lauftraining beginnen, die Fäden werden am 11. November gezogen.

Der Niederländer hatte sich die Verletzung im Bundesligaspiel gegen den FC Bayern München (2:0) am Sonntagabend bei einem Zusammenprall mit Roque Santa Cruz zugezogen. Der Bayern-Stürmer aus Paraguay trug wegen eines Mittelhandbruches eine Manschette und traf Verlaat damit bei einem Zweikampf im Gesicht.

Schiedsrichter Krug wehrt sich


Die Bremer werden am Mittwoch im Pokalspiel bei St. Pauli und am Samstag in der Bundesliga-Auswärtspartie in Wolfsburg auf Verlaat verzichten müssen. Der Abwehrspieler wird dem SV Werder wahrscheinlich erst im Uefa-Cup-Rückspiel gegen Vitesse Arnheim am 14. November wieder zur Verfügung stehen.

Bayern-Stürmer Santa Cruz darf seine Arm-Manschette wohl auch weiterhin tragen. Schiedsrichter Hellmut Krug (Gelsenkirchen), der die Partie im Weserstadion geleitet hatte, sagte am Montag: "Die Manschette entsprach den Vorschriften. Es bestand keine Gefährdung." Der Unparteiische hatte vor dem Anpfiff nichts zu beanstanden. "Die Manschette war gut abgepolstert."

Werder-Trainer Thomas Schaaf kritisierte dagegen die Richtlinien der Spielordnung. "Die Spieler müssen Ohrringe abkleben und Ketten ablegen. Eine Manschette ist dagegen gestattet. Allein aus versicherungstechnischen Gründen sollte das Tragen überprüft werden", forderte der Bremer Coach.



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