Verlängerung mit Schaaf Werder feiert und stellt Weichen

Nach dem triumphalen Einzug ins Achtelfinale der Champions League überrascht Werder Bremen mit einer weiteren Nachricht: Thomas Schaaf hat seinen Vertrag bis zum Juni 2008 verlängert. Der 44-Jährige nannte einen besonderen Grund für sein weiteres Engagement an der Weser.


Bremen - Das Weserstadion erlebte wieder einmal einen magischen Abend, als Werder Bremen mit einem fulminanten 5:1 gegen Panathinaikos Athen doch noch den Sprung ins Achtelfinale der Champions League schaffte. Minutenlang ließen sich die Bremer Spieler auf einer Ehrenrunde durch das Stadion von den enthusiastischen Fans feiern. "Das sind die Momente, die man für sich selbst festhalten möchte", sagte Trainer Thomas Schaaf nach der Partie.

Doch neben dem fast nicht mehr für möglich gehaltenen sportlichen Erfolg hat der Bundesligist heute für weitere positive Schlagzeilen gesorgt: Thomas Schaaf hat seinen Vertrag mit Werder Bremen bis zum 30. Juni 2008 verlängert. "Hier habe ich meine Freiheit bei der Arbeit", sagte Schaaf, "es kam sehr schnell zu einer Einigung."

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Champions League: Hinfaller und Aufsteiger

Der langjährige Profi der Bremer war am 9. Mai 1999 als Nachfolger von Felix Magath engagiert worden und ist derzeit der dienstälteste Trainer in der 1. Liga. Seinen größten Erfolg feierte der aus Mannheim stammende Fußball-Lehrer in der Saison 2003/2004, als ihm mit Werder der Gewinn der Meisterschaft und des DFB-Pokals gelang.

"Wir versprechen uns noch viel von der Zusammenarbeit mit Thomas", sagte Clubchef Jürgen Born. Schaafs neuer Kontrakt wurde zu verbesserten Konditionen abgeschlossen. Eine Summe wollte Born nicht nennen.

Doch auch wenn der Jubel in Bremen nicht abzureißen scheint - zumindest ein Verantwortlicher bleibt nüchtern: "Es ist ganz außergewöhnlich, dass ein Verein wie wir zwei Mal hintereinander das Achtelfinale erreicht", sagte Manager Klaus Allofs. Für ihn zählen neben dem sportlichen Erfolg auch die zusätzlichen Millioneneinnahmen in der nächsten Runde, die am 16. Dezember in Nyon ausgelost wird.

Neben Inter und AC Mailand könnten Juventus Turin, FC Liverpool, Arsenal London, FC Villareal und Olympique Lyon auf Werder Bremen warten. Doch an die Franzosen haben die Bremer keine allzu guten Erinnerungen, schließlich kassierten sie in der vergangenen Saison mit 0:3 und 2:7 zwei Niederlagen gegen Lyon. "Die wollen wir nicht unbedingt", so Allofs, "die heben wir uns für später auf."



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