Verletztenmisere Dortmund verpflichtet Manuel Friedrich

Neven Subotic, Mats Hummels und Marcel Schmelzer - alle verletzt. Als Reaktion auf die Abwehr-Misere hat Borussia Dortmund den bisher vereinslosen Manuel Friedrich verpflichtet. Für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sind die Chancen im Duell mit Bayern München dennoch klar gesunken.

Verteidiger Friedrich (Archiv): "Einfach weg"
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Verteidiger Friedrich (Archiv): "Einfach weg"


Hamburg - Borussia Dortmund hat auf die Verletzungsmisere reagiert und den ehemaligen Nationalspieler Manuel Friedrich bis zum Saisonende verpflichtet. Wie der Bundesligist mitteilte, ist der zuletzt vereinslose 34 Jahre alte Abwehrspieler von sofort an spielberechtigt.

"Manuel Friedrich verfügt über große Erfahrung und hat bei uns im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Die schnelle Einigung mit Friedrich soll helfen, den durch die Ausfälle von Neven Subotic, Mats Hummels und Marcel Schmelzer entstandenen Personalnotstand in der Defensive zu kompensieren.

Subotic hatte sich am zwölften Spieltag in Wolfsburg das Kreuzband gerissen und fällt rund sechs Monate aus. Hummels und Schmelzer kamen lädiert von der Länderspielreise zurück. Der langzeitverletzte Lukasz Piszczek ist noch kein Kandidat für die erste Elf. "Unsere komplette Abwehr vom Champions-League-Finale ist atomisiert worden. Die Viererkette, mit der wir das Double gewonnen haben - einfach weg", sagte Hans-Joachim Watzke der "Bild"-Zeitung.

Der Geschäftsführer des BVB sieht seinen Club wegen der Verletztenmisere beim Gipfel gegen den Deutschen Meister Bayern München am Samstag (18.30 Uhr, Sky, Liveticker SPIEGEL ONLINE) nur in der Außenseiterrolle. "Wer jetzt noch sagt, die Chancen stehen 50:50, der leidet wirklich an Realitätsverlust. So eine Extremsituation wie jetzt habe ich beim BVB noch nie erlebt", sagte der 54-Jährige.

Dass sich Schmelzer und Hummels im Einsatz für das Nationalteam verletzt haben, ist für den BVB-Boss kein Thema. "Wir machen den Verantwortlichen des DFB keine Vorwürfe. Und wir wollen jetzt auch sicher keine Alibi-Diskussion", sagte Watzke. Durch die vielen Ausfälle müsse man bei der Formulierung von Saisonzielen jedoch vorsichtig sein: "Über den Meistertitel sollten wir jetzt ganz sicher nicht reden. Wir müssen den Anschluss halten."

chp/sid/dpa



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