Verletzter Jungstar Götze fällt mit Muskelbündelriss länger aus

Die Verletzung von Bayern-Neuzugang Mario Götze ist schlimmer als angenommen. Das ergab eine Untersuchung von Münchens Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Nun bangt der Triple-Sieger sogar um den Bundesliga-Auftakt für den Offensivspieler.
Nationalspieler Götze: Muskelbündelriss statt Muskelfaserriss

Nationalspieler Götze: Muskelbündelriss statt Muskelfaserriss

Foto: DPA

Hamburg - Der Start von Mario Götze beim FC Bayern verzögert sich weiter. Die Oberschenkelverletzung des Nationalspielers aus dem Champions-League-Halbfinale mit Borussia Dortmund bei Real Madrid am 30. April hat sich bei einer neuen Untersuchung als Muskelbündelriss herausgestellt. Nun fällt der 20-Jährige länger aus als erwartet. Zuvor war bei Götze lediglich ein Muskelfaserriss festgestellt worden. Münchens Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat die Diagnose aber revidiert.

Mit Götzes Debüt können die Bayern wohl erst Anfang August rechnen. Damit wird der Mittelfeldstar sowohl beim Trainingsstart der Bayern am 26. Juni unter dem neuen Trainer Pep Guardiola fehlen wie voraussichtlich auch im Supercup-Finale der Münchner am 27. Juli gegen Dortmund. Ob Götze in der ersten Runde des DFB-Pokals (2. bis 5. August) sowie zum Bundesliga-Start am 9. August wieder einsatzbereit sein wird, ist derzeit fraglich.

Götze hatte sich nach dem Champions-League-Finale am 25. Mai in London, für das der Nationalspieler auch schon wegen seiner Verletzung ausgefallen war, einer weiteren Untersuchung bei Müller-Wohlfahrt unterzogen. Dabei stellte der Mediziner das gesamte Ausmaß der Blessur fest.

Für Götze, der noch bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, bedeutet die Verletzung bereits den zweiten längerfristigen Ausfall seiner Laufbahn. Bereits im vergangenen Jahr hatte er wegen einer Schambein-Entzündung fast die komplette Rückrunde der Saison 2011/2012 verpasst.

joe/sid/dpa