Verletzter Bayernstar Acht Wochen Pause für Ribéry

Diagnose: Bei seinem unglücklichen Sturz im Spiel gegen Italien erlitt Frankreichs Mittelfeldspieler Franck Ribéry einen Syndesmosebandriss und muss operiert werden. Ob er zum Bundesligastart wieder fit ist, scheint derzeit noch fraglich.


Hamburg - Das Rätselraten um die Verletzung von Mittelfeldstar Franck Ribéry ist beendet: Es handelt sich um einen Riss des Syndesmosebandes oberhalb des linken Sprunggelenks. Ribéry muss eine sieben- bis achtwöchige Pause einlegen. Dies teilte der FC Bayern München mit, nachdem der Franzose kurz zuvor von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in Basel untersucht worden war. Bereits am Donnerstag soll Ribéry in München operiert werden. Zum Bundesliga-Auftakt am 15. August könnte er wieder fit sein. Ribéry hatte sich in der achten Spielminute während eines Zweikampfes mit dem Italiener Gianluca Zambrotta unglücklich in dessen Beinen verfangen und war gestürzt. Frankreich unterlag mit 0:2 und schied damit aus dem Turnier aus.

"Wir bedauern sehr, dass sich Franck verletzt hat", sagte Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, "gleichzeitig sind wir aber froh, dass sich die ersten schlechten Prognosen nicht bewahrheitet haben." Noch während der Spiels hatte es geheißen, Ribéry werde mit Verdacht auf einen Unterschenkelbruch ins Krankenhaus gefahren, im Anschluss an die Begegnung wiederum hatte Domenech auf der Pressekonferenz erklärt, Ribéry habe sich das Knie verdreht.

Im Anschluss an seinen Sturz blieb er lange mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Ribéry wurde auf einer Trage vom Spielfeld getragen. "Es war eine Katastrophe, was mit Ribéry passiert ist", so der französische Stürmer Thierry Henry. Bayern-Teamkollege Bastian Schweinsteiger sagte: "Ich war geschockt, wie auch die anderen Spieler, die das gesehen haben."

"Das ist ein Schock. Ich bin zwar kein Mediziner. Aber ich befürchte, dass Ribéry die gesamte Vorbereitungszeit ausfällt und auch beim Bundesligastart am 15. August fehlt", so Michael Henke, der unter Jürgen Klinsmann künftig für die Spielbeobachtung und -Analyse beim FCB zuständig sein wird.

jar/sid



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