Vertragspoker Chelsea sagt nein zu Ballack

Schlechte Nachrichten für Michael Ballack und seinen Berater Michael Becker: Der Vorstandschef des FC Chelsea hat erklärt, der Club habe kein Interesse am deutschen Nationalspieler.


Hamburg - "Michael Ballack wird nicht zu uns kommen", betonte Peter Kenyon heute. Auch Chelsea-Trainer José Mourinho verneinte ein Interesse am Mittelfeldspieler des FC Bayern, drückte sich aber etwas missverständlich aus. "Ich denke nicht einmal über ihn nach", sagte Mourinho. Dann schob er nach, dass er im Januar keine Spieler auf dem offenen Markt verpflichten wolle. Er konzentriere sich derzeit nur auf sein aktuelles Team, auch wenn er im Januar einige Spieler wegen Africa-Cups nicht einsetzen kann, weil diese für ihre jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs sein werden.

Spieler Ballack: "Er wird nicht zu uns kommen"
DPA

Spieler Ballack: "Er wird nicht zu uns kommen"

Ein Vereinswechsel Ballacks kommt allerdings frühestens nach Ende dieser Saison in Frage, wenn der Vertrag des Mittelfeldspielers beim FC Bayern ausläuft und er ablösefrei zu einem neuen Club stoßen kann.

Damit wird der Kreis angeblicher Ballack-Interessenten immer kleiner. Denn dieser Tage hatten auch schon der AC Mailand und Manchester United deutlich gemacht, dass sie den 29 Jahre alten Nationalspieler nicht verpflichten wollen.

Nach Lage der Dinge bleibt ihm für einen Wechsel nur noch die Option Real Madrid - vorausgesetzt, die Spanier haben wirklich ein ernsthaftes Interesse am Nationalmannschafts-Kapitän. Am Donnerstag hatte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der "Bild"-Zeitung gegen Ballacks Berater Becker gewettert und gesagt, dass dieser seinen Schützling überall anbieten würde.



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