Vertragsverhandlungen Bremen setzt Klose und Frings unter Druck

Bremen spielt um den Titel und ist im Uefa-Cup auf Halbfinal-Kurs. Eigentlich könnte man bei Werder also zufrieden sein. Wäre da nicht die ungewisse Zukunft von Miroslav Klose und Thorsten Frings. Zudem fällt nun auch noch Per Mertesacker aus.


Bremen - Die Verantwortlichen von Werder Bremen wollen spätestens bis Mitte Mai Klarheit über die Zukunft der Nationalspieler Klose und Frings. "Es muss eine Entscheidung möglichst schnell getroffen werden", sagte Manager Klaus Allofs nach dem 1:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag. Danach könnte der Verein eine Freigabe verhindern. "Ich glaube, dass wir nicht bis zum Ende der Saison warten, egal ob das Torsten und Miro betrifft", sagte Allofs weiter. Beide Profis besitzen auch Angebote zur Verlängerung der noch laufenden Verträge in Bremen.

Werder-Profi Klose: Stürmer ohne Glück
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Werder-Profi Klose: Stürmer ohne Glück

Bei einer entsprechenden Ablösesumme könnten die Profis die Hansestadt verlassen. "Wenn der Spieler bei einem anderen Club seine Zukunft sieht und die anderen Dinge stimmen, dann kann es dazu kommen", sagte Allofs. Der bis 2009 an Werder gebundene Frings hat nach eigener Aussage Angebote von mehreren ausländischen Vereinen vorliegen, darunter Juventus Turin. Klose hatte mehrfach erklärt, dass er sich einen Wechsel ins Ausland vorstellen könne und eine Entscheidung möglicherweise erst nach der Saison falle. Sein Vertrag bei Werder läuft bis 2008.

"Wir müssen aus Gründen der Planungssicherheit früh Bescheid wissen", sagte Allofs, der darauf verwies, das man eine Mannschaft zusammenstellen müsse: "Das macht man im Idealfall nicht nach dem Ende der Saison. Da muss man frühzeitig mit beginnen." Trainer Thomas Schaaf sagte: "Ich gehe immer noch davon aus, dass beide noch lange bei Werder Bremen bleiben, dass sie möglichst ihre Verträge auch noch verlängern."

Verzichten muss der Tabellenzweite in den kommenden Wochen allerdings definitiv auf Per Mertesacker. Der Abwehrchef zog sich in der Partie gegen Nürnberg einen Meniskuseinriss im rechten Knie zu und soll morgen operiert werden. "Dieser Ausfall wiegt schwer", sagte Allofs.

mt/dpa



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