Nachfolger von Sven Mislintat VfB Stuttgart verpflichtet Fabian Wohlgemuth als Sportdirektor

Die Trainerstelle ist noch vakant, aber der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart holt einen neuen Sportdirektor: Fabian Wohlgemuth habe in Paderborn bewiesen, »dass er mit überschaubaren Mitteln einen werthaltigen Kader zusammenstellen kann«.
Neuer Sportdirektor beim VfB: Fabian Wohlgemuth

Neuer Sportdirektor beim VfB: Fabian Wohlgemuth

Foto: Friso Gentsch / dpa

Drei Tage hat der VfB Stuttgart für die Verkündung eines Nachfolgers gebraucht: Fabian Wohlgemuth übernimmt beim Fußball-Bundesligisten den Posten des Sportdirektors. Der 43-Jährige folgt auf Sven Mislintat und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025, wie der Klub bekanntgab. Bisher arbeitete Wohlgemuth als Sportgeschäftsführer beim SC Paderborn in der 2. Bundesliga.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

»Mit der Neubesetzung auf der Position des Sportdirektors wollen wir sowohl einen neuen Impuls als auch ein Zeichen für Kontinuität auf unserem Weg setzen«, sagte Stuttgarts Vorstandschef Alexander Wehrle. Wohlgemuth habe »in Paderborn bewiesen, dass er auch mit überschaubaren Mitteln einen werthaltigen Kader zusammenstellen kann, der offensiven, leidenschaftlichen Fußball spielt. Zudem bringt er große Erfahrung im Nachwuchsbereich mit«.

Der gebürtige Berliner arbeitete als Jugend-Scout beim Hamburger SV und leitete später die Nachwuchsabteilung des VfL Wolfsburg, ehe er zu Holstein Kiel wechselte. In Paderborn formte er gemeinsam mit den Trainern Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok eine Mannschaft, die inzwischen wieder zu den Aufstiegskandidaten in der 2. Bundesliga gehört.

Von Mislintat hatten sich die Schwaben nach mehrtägigen Gesprächen und rund dreieinhalbjähriger Zusammenarbeit getrennt. Nach eigenen Angaben hatte der Verein dem 50-Jährigen ein »marktgerechtes Angebot zur Vertragsverlängerung« vorgelegt, das Mislintat aber abgelehnt habe.

Eine der drängendsten Aufgaben für Wohlgemuth wird die Verpflichtung eines neuen Trainers sein. Zuletzt wurde Bruno Labbadia als Topkandidat gehandelt, seit Oktober betreut Interimstrainer Michael Wimmer das Team.

Wohlgemuth sagte über den VfB: »Er ist ein lebendiger Verein mit einer großartigen Fankultur, einer spannenden Mannschaft und unglaublichem Potenzial. Zugleich ist klar, dass die sportlichen und auch wirtschaftlichen Aufgaben beim VfB unseren Teamgeist herausfordern werden.«

»Nächsten Karriereschritt ermöglichen«

Bei den Paderbornern, die laut Mitteilung eine »angemessene Entschädigung« erhalten, übernimmt zunächst Robin Trost als Leiter der Lizenzspieler-Abteilung Wohlgemuths Aufgaben. Eine Lösung der Nachfolgeregelung werde »zeitnah« vorgestellt.

»Er hat in Paderborn sehr gute Arbeit geleistet und die sportliche Entwicklung unseres Vereins stark geprägt«, sagte Paderborns Präsident Thomas Sagel. »Es gehört zur DNA unseres Vereins, Spielern und Mitarbeitenden den nächsten Karriereschritt zu ermöglichen. Auch weil der Wechsel zum VfB entsprechend honoriert worden ist, gehen wir mit einem guten Gefühl auseinander.«

Im Raum steht nach »Kicker«-Informationen eine Ablöse von rund 600.000 Euro.

svs/dpa/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.