VfB Stuttgart Rüssmann befürchtet Finanzkollaps

Dem hoch verschuldeten Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart drohen weitere Einnahmeausfälle in Millionenhöhe. Der Trikotsponsor steht vor dem Absprung, Manager Rolf Rüssmann schätzt die Lage des Vereins als ausweglos ein.

Stuttgart - Der mit Verbindlichkeiten von rund 20 Millionen Euro belastete VfB Stuttgart muss um seinen Trikotsponsor Debitel bangen. Nur eine Woche nach dem Saisonauftakt will das Telekommunikations-Unternehmen sein Engagement bei dem schwäbischen Bundesligisten überprüfen. Nach übereinstimmenden Berichten der Stuttgarter Presse ist mit einer Entscheidung bereits in der kommenden Woche zu rechnen.

Dem VfB Stuttgart droht ein Verlust von mindestens weiteren rund drei Millionen Euro für die laufende Saison. Der Vertrag mit Debitel hat noch eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2003. Bereits in der Sommerpause musste VfB-Manager Rüssmann wegen der Kirch-Krise auf TV-Gelder in Höhe von 5,3 Millionen Euro verzichten. Der Manager kämpft derzeit an allen Fronten gegen die Finanzkrise bei den Stuttgartern. "Wir haben nichts, und die Banken geben uns kein Geld mehr. Wir müssen schauen, dass hier die Lichter nicht ausgehen", sagte Rüssmann.

Auch der Konflikt um die Zahlungen an den ehemaligen VfB-Chef und heutigen DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder sowie die damit verbundenen steuerlichen Auswirkungen belastet den Club. Zudem hat der als Hoffnungsträger angesehene Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt sich noch nicht offiziell geäußert, ob er als Aufsichtsrats-Vorsitzender bei dem krisengebeutelten Verein kandidieren soll. Die Mitgliederversammlung wurde bereits vom 11. auf den 29. Oktober verschoben.

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