VfB-Profi Ascacibar bespuckt Havertz "Solche Leute braucht man nicht in der Bundesliga"

Der VfB Stuttgart hat schon wieder nicht gewonnen. Doch nach dem Spiel ist nicht die sportliche Krise das Thema, sondern der Ausraster von Santiago Ascacibar. Es fielen drastische Worte.

Tobias Stieler (Mitte) zeigt Santiago Ascacibar die Rote Karte
Marijan Murat/dpa

Tobias Stieler (Mitte) zeigt Santiago Ascacibar die Rote Karte


Der VfB Stuttgart ist seit fünf Spielen sieglos, muss auf dem Relegationsplatz weiter um den Ligaverbleib bangen, und nun gibt es auch noch Ärger um Santiago Ascacibar. Der Stuttgarter sah in der Nachspielzeit die Rote Karte, nachdem er Leverkusens Siegtorschützen Kai Havertz angespuckt hatte.

"Das geht natürlich gar nicht", sagte VfB-Coach Markus Weinzierl nach der 0:1-Pleite am 29. Spieltag in der Fußball-Bundesliga: "Er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Er muss seine Emotionen im Griff haben." Der 22-jährige Ascacibar kämpfte aber offenbar mit seinen Nerven und ging auch noch nach dem Platzverweis durch Schiedsrichter Tobias Stieler auf Havertz los. Der Unparteiische stellte sich zwischen die beiden Spieler und versuchte so zu schlichten. Stuttgarts Verteidiger Andreas Beck sagte, der Ausraster passe zur aktuellen Lage beim VfB.

Kritik gab es auch vom Gegner. "Das ist meiner Meinung nach das Schlimmste, was man im Fußball machen kann. Man kann sicherlich hart spielen - aber so etwas macht man nicht", sagte Bayer-Coach Peter Bosz, und sein Spieler Kevin Volland ergänzte bei Sky: "Solche Leute braucht man in der Bundesliga nicht." Laut Volland habe Ascacibar Havertz bereits in der ersten Hälfte provoziert: "Es ist nicht das erste Mal bei dem Kollegen, ich glaube, der hat ihm in der ersten Halbzeit auch schon vor die Füße gespuckt." Julian Brandt sagte: "Wenn ein Spieler zu einer solchen Maßnahme greift, hat Kai vorher alles richtig gemacht." Gemeint war Havertz Treffer.

Havertz beendet Bayers Niederlagenserie

Nationalspieler Havertz hatte mit seinem verwandelten Strafstoß (64. Minute) die Hoffnungen der Stuttgarter auf einen Punktgewinn zunichte gemacht. Nach zuvor drei Niederlagen bewahrte der 19-Jährige die Elf von Trainer Bosz in seinem 100. Pflichtspiel für Bayer damit vor einem weiteren Rückschlag im Duell um die Europa-League-Plätze.

Stuttgart ist mit 21 Punkten Tabellen-16. Seit Wochen gelingt es dem VfB nicht, die Patzer der Konkurrenz aus Augsburg und Schalke auszunutzen und näher an die Nicht-Abstiegszone heranzurücken. Aktuell hat Stuttgart vier Punkte Rückstand auf Augsburg (hat ein Spiel weniger), Schalke steht sechs Punkte vor dem VfB. In der kommenden Woche treffen die Stuttgarter im direkten Abstiegsduell auf den FC Augsburg - Ascacibar fehlt dann gesperrt. Die zu erwartende Strafe des DFB könnte sogar das Saisonaus bedeuten. Der Defensivspieler hatte in dieser Saison bereits zweimal wegen einer Gelbsperre gefehlt.

jan/dpa/sid



insgesamt 29 Beiträge
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Pollowitzer 13.04.2019
1. Bewundernswert cool...
...ich hätte dem zweibeinigen Lama gleich die Faust auf die Kauleiste gekloppt - dann hätte er beim Zahnarzt ins Speibecken spucken können.
spon1899 13.04.2019
2.
10 Spiele sperren und dann entlassen. Widerlich sowas.
mullertomas989 13.04.2019
3. Er wird draus lernen...
Das macht er kein 2. Mal! Allerdings: Havertz hat ihn danach auch noch geschubst .....
vielflieger_fred 13.04.2019
4.
Da muss man sich ernsthaft fragen, welcher Experte den Kader zusammengestellt hat - solche Primitivlinge gehören nicht in die Bundesliga - und bei Taktikbesprechungen wäre er wahrscheinlich eh nach dem ersten Satz intellektuell abgehängt.
frietz 13.04.2019
5.
Zitat von mullertomas989Das macht er kein 2. Mal! Allerdings: Havertz hat ihn danach auch noch geschubst .....
sie müssen schreiben, "Havertz hat ihn NUR geschubst", eine backpfeife wäre die richtige Antwort gewesen.
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