Spezial zum VfL Wolfsburg Die Wiedergeburt der Wölfe

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Der VfL Wolfsburg war in seiner kurzen Geschichte schon vieles: Fast-Absteiger, Deutscher Meister, graue Maus, Millionentruppe. Seit er vor 16 Jahren in die Bundesliga aufstieg, gilt der Club bei den meisten Fußballfans als Volkswagen-Club, der Felix Magath gleich zweimal die Gelegenheit gab, Kader von unanständiger Größe zusammenzustellen, und auch sonst regelmäßig Unsummen für neue Spieler ausgab, um mit den ganz Großen konkurrieren zu können. Ein Fußballkonzern mit dem Image einer Heuschrecke.

Jetzt will sich der VfL Wolfsburg neu erfinden. Er will endlich seriös werden.

Es ist die vielleicht letzte Chance für den irrlichternden Club, seine wenig schmeichelhafte Außenwirkung zu verbessern und gleichzeitig langfristig erfolgreich zu sein. Für beides hat man vor einem Jahr einen Mann geholt, der in Bremen 13 Jahre lang das Gegenteil von Wolfsburg verkörperte: Erfolg, Konstanz, Ruhe, Solidität. Klaus Allofs soll beim VfL Wolfsburg das schaffen, was er in Bremen so vorzüglich hinbekommen hat: einen Verein sympathisch und erfolgreich zu machen. Es verwundert deshalb auch nicht, dass in Wolfsburg seither mit Dieter Hecking ein Trainertyp arbeitet, der dem einstigen Bremer Coach Thomas Schaaf nicht unähnlich ist.

Was haben Allofs und Hecking in einem Jahr bewegt? Wie will der Club, der von vielen mit einer Mischung aus Bewunderung, Neid, Respekt und Schadenfreude betrachtet wird, den Imagewandel schaffen? Wofür soll er stehen - in einem Jahr, in fünf? Und schließlich, auch darum soll es in dieser Geschichte gehen: Kann man sympathisch sein und gleichzeitig erfolgreich?

Wolfsburgs Kader: Kommen und Gehen

Wenn Klaus Allofs aus den Fenstern des Konferenzraums im Wolfsburger Fußball-Stadion blickt, dann wirkt er wie ein sehr glücklicher Mensch. "Der beste Rasen in der Liga", schwärmt der VfL-Manager. Der Platz in der Arena im Nordosten der Stadt ist in exzellentem Zustand, dichtes, sattes Grün. Keine braune Stelle, nirgends.

Überhaupt lobt Allofs sehr viel, die Mannschaft, den Aufsichtsrat, die Fans, den Trainer. Irgendwie kommen alle gut weg an diesem Novembertag, an dem Allofs eine erste Bilanz seines Wolfsburg-Engagements ziehen soll. Vor einem Jahr hat der 56-Jährige beim VfL angefangen, und die Frage ist, was sich hier seither getan hat. Außer, dass der Rasen bundesligaspitze ist.

"Der Albtraumclub des Uli H."

"stern.de" über den VfL Wolfsburg, 2009

Als Allofs am 14. November 2012 als Manager übernahm, hatte der VfL Wolfsburg elf Punkte nach elf Spielen auf dem Konto, er spielte gegen den Abstieg. Der Club, vor wenigen Jahren von Uli Hoeneß noch zum echten Konkurrenten für den FC Bayern München geadelt, wirkte im Herbst 2012 wie das Negativ der eigenen Ansprüche. Mutlos, planlos, müde. Ein mit Hunderten VW-Millionen gepimpter Abstiegskandidat, ein Paradoxon.

Ein Jahr später, beim Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund am zwölften Spieltag, sitzt der Geschäftsführer Sport Klaus Allofs mit lauter gutgelaunten Menschen im Stadion. Der VfL gewinnt gegen den Vizemeister nach Rückstand noch 2:1. Es ist ein verdienter Sieg, Wolfsburg stellt die bessere Mannschaft. Aggressiv, laufstark, mit dem besseren Plan. In der Tabelle festigt der Club Tabellenplatz fünf, die beste Platzierung seit August 2011.

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Sportlich, das sagt die Tabelle, läuft es. Aber Allofs, der in Bremen als Manager einmal Meister wurde, zweimal den DFB-Pokal gewann und Stars wie Miroslav Klose, Mesut Özil oder Johan Micoud verpflichtete, hat in Wolfsburg auch noch einen anderen Auftrag. Der frühere Stürmer soll dem Verein eine neue Identität verpassen. Kritiker sagen: Er muss dem Verein überhaupt erst eine Identität verpassen.

Wolfsburg, von Fans aus München, Dortmund oder Gelsenkirchen als Retorten-Club verabscheut und verspottet, hat viele Probleme, das größte ist die Außenwirkung. Fehlende Tradition, der Streit mit BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und Frankfurts Chef Heribert Bruchhagen über die geringen Zuschauerzahlen bei Auswärtsfahrten, das von vielen als ungerecht empfundene Engagement von Hauptsponsor VW: Die Themen rund um den VfL waren vor Allofs Antritt selten positiv besetzt. Auch sportlich nicht. Wolfsburg war weder einer besonderen Spielphilosophie verdächtig, noch stand es für Innovation oder Nachhaltigkeit.

"2008 und 2009 hat der Verein den Ansprüchen genügt. Ansonsten war es in den letzten Jahren Abstiegskampf, oft bis zum letzten Spieltag."

VfL-Trainer Dieter Hecking

Trotzdem griff Allofs, in Bremen selbst noch unter Vertrag, nach der Anfrage des VfL im Oktober 2012 zu: "Sie werden wenige im Fußballgeschäft finden, die den VfL uninteressant finden. Schwierig ja, aber interessant. Das war bei mir auch so", erzählt er.

Vier Jahre ist es her, dass nicht Borussia Dortmund, sondern Wolfsburg hinter Bayern München die zweite Kraft im deutschen Profifußball zu werden schien. Wo sonst floss in der Bundesliga das Geld derart wie in der 120.000-Einwohner-Stadt in Niedersachsen? Hierhin kamen unter anderem Edin Dzeko und Grafite. In Magaths erster Amtszeit schossen die beiden Stürmer den Club zum ersten Titel in der Vereinsgeschichte. Nach der Wolfsburger Meisterschaft im Jahr 2009 schrieb "Stern.de" vom "Alptraumclub des Uli H.". Wolfsburg, unterstützt durch die Volkswagen-Millionen, wurde gefürchtet, nicht nur vom damaligen Bayern-Manager Hoeneß.

Tops und Flops

Seitdem ist in Wolfsburg viel passiert, aber wenig entstanden. Die Kurzform: 2009/2010 Tabellenachter, 2010/2011 Platz 15, 2011/2012 wieder Achter. Und trotzdem: Als Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp im Mai englischen Medien vom "interessantesten fußballerischen Projekt der Welt" erzählte, musste man ihm eigentlich widersprechen. Tatsächlich ist Wolfsburg immer noch spannender als der BVB. Denn an den beispiellosen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich in Wolfsburg kaum etwas geändert. Die Herausforderung lautet nach wie vor, das Geld sinnvoll einzusetzen. "Das Potential konnte man nicht übersehen", sagt Dieter Hecking über den Start bei seinem neuen Club.

Hecking ist der 15. Coach, seit der VfL 1997 den Sprung in die Bundesliga geschafft hat, und es passt, dass Hecking von Klaus Allofs verpflichtet wurde. Jener Allofs, der in Bremen 13 Jahre lang mit dem ruhigen und sachlichen Thomas Schaaf zusammengearbeitet und eine Ära geprägt hatte, holte Hecking nur etwa einen Monat nach seinem Antritt als Ersatz für Interimscoach Lorenz-Günther Köstner. Mitten in der Saison wechselte Hecking aus Nürnberg, eine Ausstiegsklausel machte den Deal möglich. Hecking vereint Bodenständigkeit, Sachlichkeit und Gelassenheit mit hohem Anspruchsdenken. So einen wie den 49-Jährigen hatten sie hier noch nicht.

-152.022.000 Euro

Transferbilanz des VfL seit dem Aufstieg 1997; Quelle: Transfermarkt.de

"2008 und 2009 hat der Verein den Ansprüchen genügt. Ansonsten war es in den letzten Jahren Abstiegskampf, oft bis zum letzten Spieltag", sagt Hecking. Der neue Trainer führte den taumelnden VfL in der Rückrunde der Saison 2012/2013 zum Klassenerhalt, seither arbeitet Hecking genau wie der Verein an einem Imagewechsel. Für den Coach ist Wolfsburg eine neue Dimension. Das Potential reicht diesmal für deutlich mehr als nur Abstiegskampf (wie in Aachen und Nürnberg) oder Mittelmaß (Hannover). Hecking, der rund 13 Jahre nach seiner ersten Trainerstation beim Regionalligisten SC Verl zum ersten Mal bei einem Verein mit großen Ambitionen tätig ist, soll und muss die Mannschaft in den Europacup führen.

Wolfsburgs Trainer seit dem Aufstieg 1997
1995

Willi Reimann
23. Oktober 1995 – 17. März 1998

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Zweieinhalb Jahre war Reimann bei den Wölfen, er führte das Team von der zweiten in die erste Bundesliga – ein Riesenerfolg. Doch das erste Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse wurde zum Alptraum: Der VfL drohte, direkt wieder abzusteigen. Reimann wackelte, kämpfte – und musste dann doch gehen. Nach einer Niederlage gegen den Karlsruher SC war Schluss, Wolfsburg stand zu diesem Zeitpunkt nur auf Rang 13.

1998

Uwe Erkenbrecher
18. März 1998 – 22. März 1998

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Es übernahm ein alter Bekannter: Uwe Erkenbrecher hatte zu Beginn der neunziger Jahre beim VfL den Trainer-Posten inne. Mit einigem Erfolg: Er führte den VfL bis in die zweite Bundesliga. Nach dem Aus von Reimann durfte er noch einmal interimsmäßig für vier Tage aushelfen.

1998

Wolfgang Wolf
23. März 1998 – 4. März 2003

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Ein Name, wie gemalt für den VfL: Wolfgang Wolf trainierte den Club so lange in der ersten Liga wie kein anderer Chefcoach. Er feierte den Klassenerhalt und führte das Team im folgenden Jahr in den Uefa-Cup. Doch das reichte nicht, die Clubbosse wollten in die Champions League. Erst wurde die Trennung zum Saisonende bekannt gegeben, dann schmiss Wolf im März selbst hin.

2003

Jürgen Röber
4. März 2003 – 3. April 2004

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Jürgen Röber sollte es richten. Über ein Jahr hatte er nach seinem Ende bei Hertha BSC ausgesetzt. Vor ihm hatte Morten Olsen beim VfL abgesagt. Trotzdem wurde Röber mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet. Röber führte sich gleich mit einem Paukenschlag ein, als er Stefan Effenberg wegen mangelnder Fitness auf die Bank setzte und dieser daraufhin seinen Vertrag auflöste. Nach einem Jahr war für Röber Schluss, eine 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart besiegelte sein Ende.

2004

Erik Gerets
4. April 2004 – 29. Mai 2005

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Ein neuer Trainer kam, wieder musste er das Team vor dem Abstieg bewahren. Das gelang Erik Gerets, der VfL spielte auch die bis dato erfolgreichste Hinrunde seiner Vereinsgeschichte (30 Punkte). Doch dann stürzte der VfL ab. Etwas mehr als ein Jahr blieb Gerets deshalb im Amt. Grund war wohl auch der Kompetenzstreit mit Manager Thomas Strunz. Gerade in Sachen Transfers hatten beide unterschiedliche Auffassungen: "Spieler, die weg wollen, müssen an meiner Tür vorbei. Um da kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Über die sportliche Zukunft von Spielern entscheide ich", sagte Gerets. Über die eigene Zukunft entschied er auch: Er trat zurück.

2005

Holger Fach
1. Juli 2005 – 19. Dezember 2005

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"Ich bin ein demokratischer Diktator", hat Holger Fach einmal über sich gesagt. Das gefiel Manager Strunz offensichtlich, er verpflichtete den Coach, stattete ihn mit einem Vertrag bis 2007 aus. Strunz hatte bereits bei seinem Antritt 2005 offen von der Meisterschaft gesprochen, doch in der Tabelle spiegelte sich dieser fromme Wunsch auch nach Fachs Kommen nicht wieder – kurz vor Weihnachten stand man nur auf Rang 13. Wolfsburg zog die Reißleine und entließ sowohl Fach als auch Strunz.

2005

Klaus Augenthaler
29. Dezember 2005 – 19. Mai 2007

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"Ich bin kein Schaumschläger, kein Märchenerzähler. Ich werde niemals einen Spieler überfordern", beschreibt sich der Trainer Klaus Augenthaler selbst. Ein Erfolgscoach wurde er in Wolfsburg nicht, zweimal spielte er gegen den Abstieg, zweimal gelang ihm der Klassenerhalt. 2006 und 2007 wurde das Team jeweils 15. Doch seinen aufsehenerregendsten Auftritt hatte er auf einer Pressekonferenz, als er sich selbst vier Fragen stellte und diese dann auch beantwortete. Im Mai 2007 war dann Schluss.

2007

Felix Magath
15. Juni 2007 - 30. Juni 2009

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Als Felix Magath kam, hatte Wolfsburg den Status einer "grauen Maus". Als er ging, hatte der Club seinen ersten deutschen Meistertitel gefeiert. Magath wurde nicht nur als Trainer, sondern auch als Manager und Geschäftsführer geholt, eine solche Machtfülle hatte in der Bundesliga wohl noch niemand gehabt. Magath krempelte die Mannschaft völlig um, holte innerhalb von zwei Jahren für geschätzt 65 Millionen Euro 30 neue Spieler. Mit so vielen neuen Akteuren holte Magath 2009 die Meisterschaft – und kündigte bald seinen Wechsel zum FC Schalke an.

2009

Armin Veh
1. Juli 2009 – 25. Januar 2010

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Das schwere Erbe von Magath trat Armin Veh an, er wurde zunächst mit derselben Machtfülle wie sein Vorgänger ausgestattet. Wolfsburg hatte alle wichtigen Stützen der Meistermannschaft gehalten, Veh gab als Ziel dennoch nur einen Platz unter den ersten Fünf aus. Doch selbst dafür reichte es nicht. Wolfsburg scheiterte zunächst in der Gruppenphase der Champions League, dann musste Veh sein Amt als Manager an Dieter Hoeneß abtreten. Den Zeitpunkt der Hoeneß-Verpflichtung bezeichnete er später als "ein bisschen schwierig". Zehn Tage nach seiner Entmachtung als Manager war auch Vehs Episode als Trainer beim VfL Geschichte.

2010

Lorenz-Günther Köstner
25. Januar 2010 – 30. Juni 2010

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Er kam als Interimstrainer bis zum Saisonende, übernahm das Team von Veh auf dem zehnten Rang und übergab es ein halbes Jahr später auf Platz acht.

2010

Steve McClaren
1. Juli 2010 – 7. Februar 2011

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Eine Premiere in Wolfsburg: Steve McClaren wurde 2010 der erste englische Trainer eines Bundesliga-Clubs. "Eine starke Persönlichkeit" , befand VfL-Manager Dieter Hoeneß, "ein Mann mit einer klaren Handschrift". McClaren sagte: "Der VfL ist ein ambitionierter Verein und hat auch die wirtschaftlichen Mittel, um seine Ziele zu erreichen." Doch große Ziele erreichte er nicht, die Zusammenarbeit entwickelte sich zu einem Missverständnis. Nach dem Aus im Pokal gegen Zweitligist Cottbus und dem Abrutschen seiner Mannschaft in Richtung Bundesliga-Abstiegszone musste er gehen.

2011

Pierre Littbarski
8. Februar 2011 – 17. März 2011

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Es übernahm: McClarens Co-Trainer Pierre Littbarski, der den Stuhl für etwas mehr als einen Monat warmhielt.

2011

Felix Magath
18. März 2011 – 25. Oktober 2012

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Am 16. März war Felix Magath beim FC Schalke gefeuert worden, zwei Tage später gab es dann schon die feierliche Re-Inthronisierung des Meister-Trainers in seiner alten Doppelfunktion beim VfL. Er blieb seinem Motto treu und tauschte wieder munter die Spieler aus. Diesmal blieb der Erfolg jedoch aus, einzig der dramatische Klassenerhalt am letzten Spieltag der Saison 2010/2011 wird wohl im Gedächtnis bleiben. Nach eineinhalb Jahren war dann wieder Schluss für die On-off-Beziehung zwischen Magath und Wolfsburg.

2012

Lorenz-Günther Köstner
25. Oktober 2012 - 31. Dezember 2012

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Und erneut war es Lorenz-Günther Köstner, der für einige Zeit interimsmäßig auf dem Trainerstuhl Platz nahm.

2013

Dieter Hecking
seit dem 1. Januar 2013

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"Die Mannschaften, die ich trainiert habe, haben immer schnell meine Handschrift erkennen lassen. Ich würde mich als sehr ehrgeizig, akribisch und engagiert bezeichnen", sagt Hecking über sich. Der VfL soll "ein sympathischer Verein" werden", hat der Aufsichtsratsvorsitzende Francisco Javier Sanz Garcia schon bei der Verpflichtung des neuen Geschäftsführers Allofs gesagt. Mit Hecking soll das nun endgültig klappen.

Neu in Wolfsburg ist, dass man nicht schon in dieser Saison mit der Europa League kalkuliert. "Wir wollen mittelfristig zurück ins internationale Geschäft", sagt Allofs. "Ich weiß, 'mittelfristig' ist im Fußball ein schön dehnbarer Begriff. Wir werden uns nicht wehren, wenn es schneller geht."

Den Kader hat das Duo bereits erheblich umgebaut. Und auch die Renovierung verlief anders, als man es bisher in Wolfsburg gewohnt war. Es wurden deutlich mehr Spieler abgegeben als verpflichtet. Ein Grundgerüst habe man jetzt, sagt Hecking, am Ziel der Vorstellungen sei man noch nicht: "Einfach schnell Geld ausgeben, um vermeintliche Superstars nach Wolfsburg zu holen, das hat in der Vergangenheit nicht geklappt."

"Wir wollen den Mix. Wir wollen auf die Jugend setzen. Wir wollen ausbilden."

VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs

Das neue Wolfsburg soll stimmiger, stetiger und stabiler werden. "Wir wollen den Mix", sagt Allofs. Er nennt junge Spieler, Begriffe wie "Ausbildung" und "nächste Schritte" fallen. Aber es kommt auch dieser Satz: "Es geht darum, die Mittel, die wir haben, vernünftig einzusetzen. Wenn es machbar ist, möchte ich, dass wir uns auch weiterhin einen Spieler wie Luiz Gustavo oder Diego leisten", sagt Allofs. Rund 18 Millionen Euro gab der VfL kurz nach Saisonbeginn für den defensiven Mittelfeldspieler Gustavo vom FC Bayern München aus. Dimensionen, die nach wie vor für kaum einen anderen Bundesliga-Club erreichbar sind. Nachwuchs fördern und fertige Spieler kaufen - es ist ein Mix, den sich nur sehr wenige in Deutschland leisten können.

Was möglich sein kann, wenn die Millionen mit mehr Verstand ausgegeben werden als zuletzt, deutet der VfL bereits in dieser Spielzeit an. Wolfsburgs Fußball ist inzwischen von ansehnlicher Qualität, der seit drei Jahren stetig gesunkene Zuschauerschnitt zieht wieder an. Dortmund wurde knapp besiegt, beim Triple-Sieger Bayern München verlor die Mannschaft 0:1. Anschließend lobte Bayern-Coach Josep Guardiola den Gegner als bisher erste Mannschaft, die den Spanier in der Bundesliga vor echte Probleme gestellt habe. Hecking war anschließend trotzdem nicht zufrieden. Weil über Wolfsburg weniger gesprochen wurde als über Hertha BSC, das für die ebenfalls gute Leistung beim 2:3 in München medial ausgiebiger gelobt wurde.

Wolfsburg und die Wahrnehmung. "Da sehe ich dann doch, dass ich noch in einer gewissen Schublade stecke", sagt Hecking. Im oft spröde wirkenden Trainer will Allofs den Ehrgeiz erkannt haben, es allen zu zeigen. "Raus aus der Schublade", nennt der Manager das. In diese Kategorie fällt auch der Auftrag von VW-Vorstandsmitglied Francisco Javier Garcia Sanz, dass der Verein sympathischer werden soll.

Allofs will Sympathie mit Erfolg verbinden, aber der Imagegewinn soll nicht mit Anbiederung erreicht werden. "Es funktioniert nicht, wenn du etwas sein willst, was du nicht bist. Du kannst nicht permanent Theater spielen." Er soll nachvollziehbar agiert werden. "Dann werden wir immer noch nicht von allen geliebt. Aber dann wird der Respekt größer."

Manager/Sportdirektoren seit dem Aufstieg 1997
1991

Peter Pander
1991 - 24. August 2004

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Als er kam, begann der Aufstieg des VfL: Pander arbeitete seit 1991 beim Club, zunächst nebenberuflich, einige Jahre später dann auch als hauptamtlicher Manager. Unter seiner Führung stieg Wolfsburg in die Bundesliga auf, kam sogar in den Uefa-Cup und baute ein neues Stadion. Er verpflichtete die ersten Stars, so etwa Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg und den hochgehandelten Argentinier Andrés D’Alessandro. Sein Ende war eher unrühmlich: Als der VfL im August 2004 im DFB-Pokal einen Spieler ohne Spielberechtigung einsetzte, wurde der Club nachträglich ausgeschlossen. Pander übernahm die volle Verantwortung - und ging.

2005

Thomas Strunz
1. Januar 2005 - 19. Dezember 2005

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Eher aus der Not heraus wurde Thomas Strunz als Pander-Nachfolger verpflichtet. Kandidaten wie Rudi Völler, Reiner Calmund, Ottmar Hitzfeld, Marco Bode oder Michael Preetz waren gehandelt worden – doch keiner wollte. „Ob ich nun erste, zweite oder dritte Wahl bin, ist egal. Ich bin die beste“, sagte Strunz. Doch nach knapp einem Jahr war wieder Schluss: Strunz hatte sich erst mit Eric Gerets über Kompetenzen gestritten – und wurde dann gemeinsam mit dem von ihm geholten Trainer Holger Fach vor die Tür gesetzt.

2005

Klaus Fuchs
Dezember 2005 – Mai 2007

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Klaus Fuchs trat gemeinsam mit Trainer Klaus Augenthaler an, er wurde mit einem Vertrag bis Juni 2009 ausgestattet. Doch aufgrund der anhaltenden Erfolglosigkeit schwand das Vertrauen des VfL-Aufsichtsrats. Ein Aufsichtsrat forderte "eine schonungslose Aufarbeitung, warum die Mannschaft zum zweiten Mal in Folge nur gegen den Abstieg spielt, obwohl der Etat viel, viel höher ist als der von anderen Vereinen“. Rufe nach einem „kompetenten Sportdirektor“ wurden laut, der damalige VW-Chef Martin Winterkorn bemühte sich um Ersatz – und fand ihn in Felix Magath.

2007

Felix Magath
1. Juni 2007 - 1. Juli 2009

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Die wohl aufregendste Episode seiner jüngeren Geschichte erlebte Wolfsburg unter Felix Magath, der sowohl Manager als auch Trainer der Wölfe wurde. „Der mächtigste Coach, den es wohl jemals in der Bundesliga gegeben hat“, befand der SPIEGEL. Er krempelte die Mannschaft völlig um, investierte geschätzt 65 Millionen Euro in 30 neue Spieler – und wurde dafür mit dem Meistertitel 2009 belohnt. Da er nun, wie er selbst sagte, alle seine Ziele erreicht hatte, verließ er den Verein. Und ging zum FC Schalke. „Ich bin ein unruhiger Geist und suche das Abenteuer“, sagte er zum Abschied.

2009

Armin Veh
1. Juli 2009 - 25. Januar 2010

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Was der Magath kann, das kann auch Armin Veh – das dachten sich wohl die Verantwortlichen beim VfL Wolfsburg und installierten ihn in gleicher Rolle (Manger/Trainer/Geschäftsführer). Er hielt zwar wichtige Stützen wie das Angriffsduo Grafite und Edin Dzeko im Verein, doch an den Erfolg der vorangegangenen Saison konnte er nicht anknüpfen. „Wir wollen unter die ersten Fünf“, hatte er als vorsichtiges Ziel ausgegeben. Doch nach neun Spielen ohne Sieg war endgültig Schluss: Trainer Veh musste gehen. Einige Tage zuvor hatte er sein Amt als Geschäftsführer an Dieter Hoeneß abgeben müssen.

2010

Dieter Hoeneß
15. Januar 2010 - 18. März 2011

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Auch Dieter Hoeneß betätigte sich auf dem Spielermarkt, doch nur wenige seiner Transfers schlugen richtig ein. Das brachte ihm den Ruf eines „Geldvernichters“ ein – kein netter Spitzname für einen Manager. Viel lieber sah sich Hoeneß in der Rolle des Anpackers, der alle Fäden zusammenlaufen lässt. Seine Einkäufe wie etwa von Verteidiger Simon Kjaer floppten. Auch seine Trainer wie der Engländer Steve McClaren konnten nicht überzeugen. Der Aufsichtsrat konstatierte: Es „ist kein Fortschritt zu erkennen“. Hoeneß musste gehen.

2011

Felix Magath
18. März 2011 - 25. Oktober 2012 (Manager, Trainer, Geschäftsführer Sport)

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Teil zwei des Kapitels Felix Magath, erneut in seiner Rolle als Trainer, Manager und Geschäftsführer Sport: Auch dieses Mal mischte er den Kader wieder kräftig durch. Doch der Erfolg kehrte nicht zurück. Zwar gelang den kriselnden Wölfen doch noch der Klassenerhalt, in der darauffolgenden Spielzeit wurde der Club aber nur Achter. In der Saison 2012/2013 legte sein Team den schlechtesten Saisonstart seiner Bundesliga-Geschichte hin: Nach dem achten Spieltag stand Wolfsburg mit nur einem Sieg, fünf Punkten und 15 Gegentoren auf dem letzten Platz. Bezeichnend: Die Mannschaft selbst soll sich gegen Magath ausgesprochen haben, der dann auch bald gehen musste.

2012

Klaus Allofs
seit 14. November 2012

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Klaus Allofs soll aus Wolfsburg „einen sympathischen Verein“ machen, wie Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz sagt. Über 13 Jahre arbeitete Allofs bei Werder Bremen, holte dort jahrelang das Maximum aus den Möglichkeiten heraus. Ihm gelangen Transfercoups wie Johan Micoud oder Diego. Doch in seiner Endphase floppten auch einige Zugänge. Beim Neustart in Wolfsburg muss er nun erneut sein gutes Händchen für Spieler unter Beweis stellen. Diesmal hat er einen praller gefüllten Geldbeutel zur Hand.

Rückschläge und Probleme, das weiß er, sind auf dem Weg dahin inklusive. Eines heißt Diego und stellt sich bereits jetzt. Der 28-jährige Brasilianer war während Allofs' Zeit in Bremen einer seiner besten Einkäufe. Brillante Technik, torgefährlich. Heute wird darüber diskutiert, ob Diego den Ball zu lange hält, ob das Spiel der Wölfe mit ihm zu berechenbar sei. Diego, dessen gut dotierter Vertrag im Sommer 2014 ausläuft, musste zuletzt vom Zentrum auf die rechte Seite ausweichen. Seinen Platz in der Mitte nahm Maximilian Arnold ein. Arnold ist 19 Jahre alt, hat in sechs Bundesliga-Spielen bereits drei Tore erzielt und gilt als personifizierte Wolfsburger Zukunft.

Arnolds Weg begann ein paar Kilometer vom besten Rasen der Bundesliga entfernt. Wer sich von der A39 kommend auf den Weg zum Vereinsgelände der Profis macht, findet am Berliner Ring das Nachwuchsleistungszentrum des VfL. Dort hängen in einem Flur, fein säuberlich eingerahmt, die Trikots jener Jugendspieler, die es in die Profimannschaft geschafft haben, auch das von Verteidiger Robin Knoche, 21, und Arnold.

Abseits der sportlich von einer Krise in die nächste schlitternden Profis, das wird leicht vergessen, ist die Jugendarbeit des Clubs seit Jahren herausragend. Die U23 ist in der Regionalliga Nord Erster, die A-Jugend dominiert die Bundesliga Nord/Nordost nach Belieben, das Team ist mit elf Siegen aus elf Spielen (47:9 Tore) Tabellenführer, die B-Jugend (U17) ist Bundesliga-Vierter. Notiz nimmt davon kaum jemand.

Stellvertretender Vorsitzender:
Hans Dieter Pötsch


Der Wirtschaftsingenieur wurde 2003 Vorstandsmitglied der Volkswagen AG, sein Geschäftsbereich: Finanzen und Controlling. Seit dem 1. Juli 2007 ist er Mitglied des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidiums der VfL Wolfsburg Fußball GmbH, bis 31. Mai 2009 war er sogar Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Vorsitzender:
Dr. Francisco Javier Garcia Sanz


Absolvierte eine Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann beim Lebensmittelhändler Rewe und studierte anschließend Betriebswirtschaft. Wurde 1993 Bereichsleiter Electric bei VW, 2001 dann Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich Beschaffung. Seit 2004 ist er Mitglied des Aufsichtsrats und des Präsidiums der VfL Wolfsburg Fußball GmbH, seit dem 1. Juni 2009 Aufsichtsrats-Vorsitzender.
Stellvertretender Vorsitzender:
Stephan Grühsem


Studierte Wirtschaftswissenschaften und absolvierte ein Tageszeitungsvolontariat, arbeitete zehn Jahre für das "Handelsblatt" und "Capital". 1999 ging er zur Volkswagen AG als Leiter der Konzernkoordination Motorpublizistik. Seit 2007 ist er Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich Konzernkommunikation, Außenbeziehungen und Investor Relations. Im selben Jahr wurde er auch stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidiums der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.
Bernd Osterloh

Der ausgebildete Industriekaufmann ist seit 1977 bei der Volkswagen AG und machte eine Karriere im Betriebsrat: Seit 2002 ist er im Gesamtbetriebsrat, zwei Jahre später dann auch auf europäischer und Welt-Ebene. 2006 wurde er Präsident des Welt-Konzernbetriebsrates. 2005 wurde er Mitglied des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidiums der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.
Prof. Dr. Peter Haase

Haase promovierte in Staatswissenschaften an der TU Braunschweig. Er war seit 1969 bei der Volkswagen AG, unter anderem als Management-Trainer. Zudem fast 20 Jahre lang Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig. Seit 2008 ist er Mitglied des Aufsichtsrates der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.
Prof. Rolf Schnellecke

Der Jurist arbeitete in der niedersächsischen Staatskanzlei und war zwischen 2001 und 2011 zehn Jahre lang Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg. Zwischen 1993 und 1995 war er ehrenamtlicher Präsident des VfL Wolfsburg, seit 2001 ist er Mitglied des Aufsichtsrates.
Manfred Termath

Der gelernte Fernmeldemechaniker war jahrelang Gesellschafter-Geschäftsführer der Fernsprech-Anlagen-Termath GmbH und von 1981 bis 1998 Landesgruppenleiter für das Fernmeldemechaniker-Handwerk. Seit 2001 sitzt er als Mitglied im Aufsichtsrat der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.
Dr. Ekkehardt Wesner

Studierte Technische und Allgemeine Betriebswirtschaft an der TU Karlsruhe und der FU Berlin. Wurde 1973 Referent der Presse- und Public-Relations-Abteilung der Volkswagen AG, vier Jahre später Leiter der Presseabteilung. Wechselte 1991 ins Personalwesen, 1998 wurde er Leiter Vorstand Personal-Stab, bis er dann 2004 in den Ruhestand ging. Seit 2001 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.
Klaus Mohrs

Der Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg (seit Januar 2012) ist seit Juni vergangenen Jahres im Aufsichtsrat, also der "frischeste" im Team. "Es ist schon fast Tradition, dass der Oberbürgermeister der Stadt beim VfL im Aufsichtsrat sitzt. Das unterstreicht die enge Verzahnung zwischen Stadt und Verein", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Garcia Sanz zu Mohrs Antritt.
Wolfgang Hotze

Seit 2012 ist er Sprecher der Geschäftsführung, seit 2001 als Geschäftsführer Finanzen, Controlling und Recht bei der VfL Wolfsburg Fußball GmbH aktiv. Schon 1996 wurde er Fußballvorstand im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des VfL Wolfsburg, zuvor war der Wirtschaftswissenschaftler für die Volkswagen AG im Steuer- und Zollwesen tätig.
Thomas Röttgermann

Er studierte Publizistik, Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Münster und stieg 1987 ins Fußballgeschäft ein. Seitdem arbeitete er als Marketing-Manager für Preußen Münster und Borussia Mönchengladbach, von 1998 bis 2010 war Röttgermann Geschäftsführer der Sportfive GmbH. Seit 2010 ist er Geschäftsführer Vertrieb, Marke, Stadion, Organisation, Personal und Frauenfußball bei der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.
Klaus Allofs

Er ist der einzige frühere Fußballprofi in der Geschäftsführung des VfL Wolfsburg: Klaus Allofs spielte für Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Köln, Olympique Marseille, Girondins Bordeaux und Werder Bremen. Unter anderem wurde er Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. 1999 wurde er Sportdirektor bei Werder Bremen, später dann Manager und Geschäftsführer der Werder Bremen GmbH & Co. KgaA. Seit 2012 ist er Geschäftsführer Sport der VfL Wolfsburg Fußball GmbH.

Profis und Jugendabteilung hätten untereinander nicht richtig funktioniert, klagt Allofs. "Wir müssen Durchlässigkeit herstellen." Mit dem 18-jährigen Federico Palacios-Martinez (Stürmer) und Mittelfeldspieler Willi Evseev (21) verfügt der VfL bereits über die nächsten Kandidaten für die erste Mannschaft, die nun mehr als ein Versuchslabor sein soll. Mittelfeldspieler Arnold spielte genau wie Knoche bereits unter Magath bei den Profis, doch erst jetzt wirkt es, als seien Rückschläge in der Entwicklung ausdrücklich erlaubt.

"Wenn die jungen Spieler nicht gut genug sind, dann ist das so. Nur mit der Jugend kommen wir nicht so schnell dahin, wo wir hin wollen." Besser sein als in der vergangenen Saison will Allofs offiziell, damals war man Elfter. Hecking sagt: "Der Abstand zu Bayern und Dortmund ist immens. Die sind eine Klasse über den anderen. Aber hinter Leverkusen, ab Platz vier bis 13, gibt es neun Mannschaften, die ein ähnliches Niveau haben. Da gilt es, die Nase vorn zu haben."

Dann wären sie in Wolfsburg Vierter, ein ambitioniertes Ziel auf der einen Seite, ein bescheidenes auf der anderen, bei den Voraussetzungen. Die eigenen Anhänger wären wohl zufrieden und endlich wieder glücklich. Wolfsburg und Sehnsucht, man mag diese Begriffe ja kaum in einem Atemzug nennen. Doch nach Jahren des Auf und Ab wollen Hecking und Allofs sie erkannt haben. Stolz und Selbstbewusstsein, das fehle noch, so Allofs. "Was die Fans am meisten bedauert haben, ist doch diese Unstetigkeit. Du spielst Champions League und dann wieder gegen den Abstieg."

Damit soll es nun vorbei sein.

"Normalerweise ist ein Verein aus einer 120.000-Einwohner-Stadt nicht unbedingt ein Anwärter dafür, Fußballgeschichte zu schreiben", sagt Klaus Allofs. Sein Blick geht wieder Richtung Rasen. Er weiß, dass Fußballgeschichte ein furchtbar großes Wort ist. Besonders in Wolfsburg. Dort gilt: An ihr auch nur ein bisschen mehr mitzuschreiben als zuletzt, wäre für den VfL schon ziemlich groß. Es wäre geradezu sympathisch.

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Christian Paul, Christian Gödecke und Benjamin Knaack (Texte), Alexander Trempler und Guido Grigat (Grafiken)



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Seite 1
ekel-alfred 21.11.2013
1. Symphatisch ?
Zitat von sysop 
Erfolgreich vielleicht, aber symphatisch wird ein Werksklub nie werden. Fragen Sie mal bei Hoffenheim oder Leverkusen nach........
robin-masters 21.11.2013
2. zu Früh?
wenn man schon mal Meister war ist eine Stabilisierung im oberen Tabellendrittel sicher kein riesen Erfolg...??? Vor allem wenn man bedenkt wie viel Geld dort verpulvert wird.
der-i-punkt 21.11.2013
3. Plastikvereine gehören auf den Müll
Mich würde wirklich interessieren wieviel VW für diese Promotion bezahlt hat. Solche Plastikvereine wie Wolfsburg, Hoffenheim, Leverkusen und wahrscheinlich bald auch RB Leipzig zerstören den Fußball. Sie nehmen echten Vereinen mit echtem Vereinsleben die Plätze in der Bundesliga weg. Müssten diese Vereine genau so wirtschaften wie Traditionsvereine, ohne Daueralimentation von VW, Bayer, H. Hopp oder Brause wären sie ganz schnell wieder in der 2ten oder 3ten Liga verschwunden. Ihre Anhängerschar ist denkbar klein, selbst Drittligavereine haben aktivere Fanclubs. Financial Fairplay gibt es in der Bundesliga nicht. Die 50+1 Regel ist ebenfalls vollkommen unnütz. Die Bundesliga verliert durch solche Konzernableger massiv. Quo vadis DFL?
stefansaa 21.11.2013
4.
Wie viel hat denn VW dafür bezahlt ein solches Spezial zu erhalten? Ein solches Spezial zu allen anderen Bundesliga und Zweitliga Clubs wäre mal wirklich interessant. Wolfsburg mag attraktiven Fußball Spielen aber das ärgerliche daran ist, dass dieser Attraktive Fußball (zumindest jetzt noch) von zusammen gekauften Söldnern geliefert wird. Wenn man erfolgreich auf die eigene Jugend setzt ist das großartig aber es hat schon einen faden beigeschmack wenn ein Club machen kann was er will, ohne das die Finanzen ins negative rücken. Es ist, meiner Einschätzung nach, durchaus Wettbewerbsverzerrung was Vereine wie Hoffenheim, Wolfsburg oder RB Leipzig betreiben.
ForumAlias 21.11.2013
5. Fast noch schlimmer als Doping. Die machen alles kaputt!
"-152.022.000 Euro Transferbilanz des VfL seit dem Aufstieg 1997" ... furchtbar ist das! Unechte Vereine wie Wolfsburg, Chelsea, ManCity oder PSG machen alles kaputt. Wie sollen die echten Vereine denn da auf Dauer mithalten. Wo bleibt da die Fussball- und Fankultur? Wir brauchen echtes Financial Fairplay ... aber das lässt sich mit den korrupten Entscheidern bei den großen Verbänden natürlich nicht durchsetzen. Wirklich schade :(
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