Europa League Wolfsburg scheidet im Viertelfinale gegen Neapel aus

Der VfL Wolfsburg hat das Halbfinale der Europa League verpasst: Nach einer deutlichen Hinspiel-Niederlage kam das Team beim SSC Neapel nur zu einem Unentschieden.

DPA

1:4 hatte der VfL Wolfsburg das Viertelfinal-Hinspiel im eigenen Stadion gegen den SSC Neapel verloren. Der Bundesligist brauchte ein Wunder, um weiterzukommen - doch das blieb aus. Bei den Italienern kam der VfL nur zu einem 2:2 (0:0).

Dabei hatten die Wolfsburger gut angefangen, die Bilanz der ersten Hälfte: 68 Prozent Ballbesitz für den VfL und 8:1 Torschüsse. Der einzige Versuch der Gastgeber kam in der 44. Minute durch Gonzalo Higuaín. Bis dahin hatte Wolfsburg fast alle Freiheiten gehabt, sich im SSC-Strafraum aber nicht durchsetzen können.

Nicklas Bendtner hatte es vor der Partie - anders als vor dem Spiel gegen Schalke - rechtzeitig zum Training geschafft und durfte von Beginn an stürmen. Die erste Chance hatte aber Ivan Perisic: Der Kroate brachte nach weniger als einer Minute einen Aufsetzer aufs Tor, Neapel-Keeper Mariano Andujar parierte.

Wolfsburg sucht Bendtner

Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs hatte vor dem Anpfiff beim TV-Sender Sky über Kevin De Bruynes Fehlen aufgrund einer Mittelfußprellung gesagt: "Kevin ist sehr wichtig, aber wir können auch ohne ihn Fußball spielen."

Tatsächlich machte der VfL, dem auch noch André Schürrle (Schulterverletzung) und Vieirinha (Grippe) fehlten, von Beginn an Druck. Die Wolfsburger versuchten, sich auf den Außen durchzusetzen und Flanken auf Bendtner zu schlagen. Der Däne wurde meist von zwei Verteidigern bewacht, so entstanden Räume für die anderen Wolfsburger Angreifer.

Die nächste Chance hatte Christian Träsch mit einem Direktschuss aus der Distanz (18. Minute). Die zwölfte Flanke landete dann bei Bendtner, der nur knapp vorbei köpfte (29.).

Wolfsburg erst nach 0:2-Rückstand effizient

Nach der Pause spielte Neapel plötzlich viel offensiver, nun waren die Wolfsburger unter Druck und machten - wie schon im Hinspiel - plötzlich Fehler. Zunächst schoss Dries Mertens noch knapp vorbei (47.), José Callejon traf dann mit einem abgefälschten Schuss unter die Latte zum 1:0 (50.).

Auch beim zweiten Gegentor hatte Diego Benaglio keine Chance. Higuaín legte nach einer Flanke für Mertens ab, der mit seinem ersten Schuss noch am VfL-Torhüter scheiterte, den Abpraller aber reaktionsschnell zum 2:0 über die Linie drückte (65.).

Dann erst wachten die Wolfsburger wieder auf. Zunächst traf Timm Klose nach einem Eckball per Kopf zum 1:2-Anschluss (71.) und nur zwei Minuten später wuchtete Perisic einen Flugkopfball zum Ausgleich ins SSC-Tor.

Der VfL hätte zu diesem Zeitpunkt 5:2 gewinnen müssen, um ins Halbfinale einzuziehen. Aber Naldos Gewaltschuss (78.) flog über das Tor und auch der eingewechselte Bas Dost traf nicht mehr.

SSC Neapel - VfL Wolfsburg 2:2 (0:0)
1:0 Callejon (50.)
2:0 Mertens (65.)
2:1 Klose (71.)
2:2 Perisic (73.)
Neapel: Andujar - Mesto, Albiol, Britos, Ghoulam - Lopez, Inler - Callejon, Hamsik (60. Insigne), Mertens (83. Henrique) - Higuain (68. Zapata)
Wolfsburg: Benaglio - Träsch (79. Dost), Naldo, Klose, Rodriguez (66. Marcel Schäfer) - Guilavogui (75. Sebastian Jung), Luiz Gustavo - Perisic, Arnold, Caligiuri - Bendtner
Schiedsrichter: Cüneyt Cakir (Türkei)
Zuschauer: 30.000
Gelbe Karten: -

luk



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