DFB-Projektleiter Drees Der Videobeweis soll schneller werden

Auch in der dritten Bundesliga-Saison fehlt es dem Videobeweis an Akzeptanz. In der Rückrunde will der DFB vereinheitlichen, wann der Videoassistent überhaupt einschreitet.
Die Video-Assistenten stehen immer wieder in der Kritik

Die Video-Assistenten stehen immer wieder in der Kritik

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

Vor zweieinhalb Jahren wurde in der Bundesliga der Videobeweis eingeführt. Seitdem haben es die Verantwortlichen, die Schiedsrichter und die Video-Assistenten nicht geschafft, der neuen Technik die nötige Akzeptanz bei Spielern, Trainern und Fans zu verschaffen. Für Jochen Drees, beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Projektleiter für den Videobeweis verantwortlich, liegt das vor allem an zwei Punkten: Zuständigkeit und Geschwindigkeit.

"Wir müssen in der Identifizierung und Festlegung der vorhandenen und grundsätzlich hohen Eingriffsschwellen der Video-Assistenten besser werden", sagte Drees vor dem Start der Bundesliga-Rückrunde am Freitag. "Zudem müssen wir an der Optimierung der Überprüfungsgeschwindigkeit arbeiten, ohne die notwendige Sorgfaltspflicht des Video-Assistenten und Entscheidungssicherheit des Schiedsrichters auf dem Platz zu gefährden."

Jochen Drees ist beim DFB für den Videobeweis verantwortlich

Jochen Drees ist beim DFB für den Videobeweis verantwortlich

Foto: Arne Dedert/ dpa

Insgesamt herrsche im Profifußball weiterhin Unsicherheit, wann der Video Assistant Referee (VAR) eingreift - und wann nicht. Zudem dauere es häufig zu lange, bis die Überprüfung einer strittigen Situation abgeschlossen sei. Neben der Beseitigung von Emotionen beim Torjubel und den Zweifeln an der technischen Umsetzbarkeit von den bei Abseits angewandten kalibrierten Linien sind das auch in der öffentlichen Meinung die größten Kritikpunkte.

Drees und die Spitzenschiedsrichter wollen weiterhin konsequent an einer Veränderung des öffentlichen Bewusstseins und der Erwartungshaltung arbeiten. "Der Video-Assistent ist grundsätzlich nur für die Verhinderung von klaren, offensichtlichen Fehlentscheidungen verantwortlich und ist nicht dafür da, die bessere Entscheidung zu treffen", sagte der 49-Jährige.

krä/dpa