Vizeweltmeister Deutschland Außer Spesen nichts gewesen

Die erfolgreiche Teilnahme an der Fußball-WM in Japan und Südkorea hat sich für den DFB finanziell nicht gelohnt. Generöse Prämienzahlungen verschlangen einen erheblichen Teil der Einnahmen.


71.600 Euro Bonus: BTT und Pausenclown Sepp Maier
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71.600 Euro Bonus: BTT und Pausenclown Sepp Maier

Hamburg - Insgesamt belaufen sich die Kosten für die fünfwöchige Dienstreise nach Fernost auf 8,5 Millionen Euro. Diese Zahl nannte DFB-Direktor Bernd Pfaff nach einem ersten Kassensturz. "Genauso viel haben wir eingenommen, so dass am Ende eine schwarze Null steht", fügte Pfaff hinzu.

Allein rund zwei Millionen Euro verteilte der DFB an die 23 Profis. Auch Spieler wie Lars Ricken, Jens Lehmann und Hans-Jörg Butt, die bei dem Turnier nicht zum Einsatz kamen, erhielten die volle Prämie von 71.600 Euro. "Das ist normal bei uns", sagte Pfaff. Dieselbe Summe erhielten die Mitglieder des vierköpfigen Trainergespanns, unter ihnen Bundes-Torwart-Trainer Sepp Maier.

Den Großteil der Kosten verursachten jedoch die immensen Reise-, Verpflegungs- und Unterbringungskosten während der Weltmeisterschaft.

Dennoch könnte der DFB aus der WM-Teilnahme doch noch Kapital schlagen. "Der Imagegewinn ist unbezahlbar. Den hätten wir mit keiner noch so großen Werbekampagne erreichen können", so Pfaff.



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