0:6 gegen Kroatien Vogts tritt als Trainer von Aserbaidschan zurück

Sein Vertrag lief noch bis zum Ende der EM-Qualifikation - doch Berti Vogts will nicht mehr als Trainer der Nationalmannschaft von Aserbaidschan arbeiten. Nach der hohen Niederlage gegen Kroatien legte er sein Amt nieder.

Ex-Bundestrainer Vogts: Ende in Aserbaidschan
DPA

Ex-Bundestrainer Vogts: Ende in Aserbaidschan


Hamburg - Berti Vogts ist als Fußballnationalcoach von Aserbaidschan vorzeitig zurückgetreten. Das bestätigte der frühere Bundestrainer dem Sport-Informations-Dienst. Der 67-Jährige, der noch bis zum Ende der Qualifikation für die EM 2016 in Aserbaidschan unter Vertrag stand, zog die Konsequenzen aus der 0:6-Niederlage seiner Mannschaft in Kroatien am vergangenen Montag. Aserbaidschan liegt in der Gruppe H mit null Punkten und 2:10 Toren nach drei Spielen auf dem letzten Platz.

Als Grund für seinen Rücktritt nannte Vogts zudem den mangelnden Reformwillen und die unzureichenden Trainingsbedingungen in dem Land: "Ich habe dem Präsidenten die Situation geschildert und erklärt, dass es so nicht weitergehen kann. Man muss bereit sein, mehr für den Fußball zu tun." Immer wieder habe er unter anderem darauf hingewiesen, dass in den Clubs mehr und intensiver trainiert werden müsse. Dass er die Auswahl in der Fifa-Weltrangliste von Platz 147 zwischenzeitlich auf Rang 73 geführt habe, sei "eine Leistung".

Vogts, der als Bundestrainer 1996 mit der deutschen Nationalmannschaft Europameister geworden war, hatte 2008 seinen Dienst in Aserbaidschan angetreten. Zuvor hatte der frühere Bundesligacoach von Bayer Leverkusen bereits Kuwait, Schottland und Nigeria trainiert. Zuletzt arbeitete Vogts auch als Sonderberater von US-Coach Jürgen Klinsmann.

psk/sid/dpa



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Klaus.Freitag 17.10.2014
1. Ach,
er hat dort als Trainer gearbeitet?
genaumeinding 17.10.2014
2. Hoffentlich fällt keiner mehr auf ihn herein
Wann fällt auch dem letzten auf, dass man mit Vogts keinen Blumentopf gewinnen kann.
pefete 17.10.2014
3.
Zitat von genaumeindingWann fällt auch dem letzten auf, dass man mit Vogts keinen Blumentopf gewinnen kann.
Stimmt - fast. Wenn man bedenkt, dass er 1992 Vize Europameister mit Deutschland in Schweden geworden ist, 1996 in England sogar Europameister - was will er denn dann noch mit einem Blumentopf.
aurichter 18.10.2014
4. @ genaumeinding
Nee keinen Blumentopf, wobei ihm dieser auch sicher, genau wie ihre Meinung, am Allerwertesten vorbei geht. Er hat ja auch etwas viel Besseres - u.a. Titel als Spieler - Sie auch? - und als Trainer immerhin Einer von Wenigen, die einen EM Titel haben - Sie auch? Kommentare ohne Sinn und Verstand. Im übrigen, das war 96 mit dem Titel, als Sie vermutlich noch mit der Blechtrommel um den Weihnachtsbaum gestolpert sind, zumindest lässt der Kommentar gewisse Rückschlüsse auf das Alter zu. Oder liege ich völlig daneben? Dann ist es ja noch schlimmer.
genaumeinding 18.10.2014
5. Prinzip der selektiven Wahrnehmung oder bewerten a la aurichter
War es nicht der Bundes Berti, welch er der Weltmeister von 1990 übernahm und auf Jahrzehnte unschlagbar sein sollte. Der Europameistertitel gewonnen mit Rumpelfussball und mehr oder weniger vom Hof gejagt. Weder spielerisch noch ergebnistechnisch hat man seitdem etwas positives gehört. Er selbst gehörte zu den technisch limitierten Spielern. Rhetorisch ist es immer ein Genuss seinen inhaltlich ueberschaubaren Analysen zu Folgen
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.