Wahl Pele zum "Weltfußballer des Jahrhunderts" gekürt

Hinter dem brasilianischen Superstar belegten der Holländer Johan Cruyff und Fanz Beckenbauer die Plätze zwei und drei. In anderen Kategorien wurden auch Ottmar Hitzfeld und Oliver Kahn mit Ehrungen bedacht.


Rotenburg/Fulda - Der "Kaiser" gab sich neidlos. "Pele ist der Spieler des Jahrhunderts schlechthin. Vom Talent her waren Maradona oder Johan Cruyff vielleicht ein bisschen besser. Aber er hat es geschafft, über 20 Jahre in der Weltspitze zu spielen und drei Mal Weltmeister zu werden", würdigte Franz Beckenbauer den aus der Wahl der Internationalen Förderation für Fußball-Historie und Statistik (IFFHS) als Sieger hervorgegangenen "Weltfußballer des Jahrhunderts». Das brasilianische Idol war wie viele der Ehrung bei der Weltfußball- Gala 2000" im hessischen Rotenburg/Fulda aus familiären Gründen ferngeblieben, ließ aber mitteilen, dass "ich mich sehr geehrt fühle".

So fühlte sich auch Beckenbauer. Seinen dritten Platz hinter Cruyff bezeichnete der Bayern-Präsident als "etwas ganz Besonderes, denn normalerweise liegen bei solchen Wahlen offensive Spieler vorn, was auch völlig richtig ist". Ein weiterer Ehrenplatz ist der Trophäe sicher. Beckenbauer: "Ich habe extra meinen Bauernhof umgebaut, denn wenn man älter wird, kommen die Auszeichnungen von ganz allein." Auch der in Barcelona lebende Niederländer Cruyff freute sich über die Auszeichnung "ohne Weltmeister geworden zu sein". Cruyff: "Das ist ein Höhepunkt in meinem Fußballleben, etwas Größeres ist nur, wenn eine Straße nach einem benannt wird. Aber dann sollte man schon tot sein."

Der strahlendste Gewinner bei den fast inflationären Wahlen in nicht weniger als 13 Kategorien war Oliver Kahn, der den "bayrischen Abend" um Bayern-Präsident Beckenbauer und den zum vierten Mal zum besten deutschen Trainer gewählten Ottmar Hitzfeld mit einem Doppelsieg krönte. Der beste deutsche Torwart wurde auch weltbester Keeper 1999.



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