Wechsel perfekt Stevens neuer Coach beim HSV

Huub Stevens wird neuer Coach des Hamburger SV. Das bestätigte sein bisheriger Verein Roda Kerkrade SPIEGEL ONLINE. Kurz darauf gab HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer die Verpflichtung bekannt.

Hamburg - "Es ist richtig, Huub Stevens wird uns mit sofortiger Wirkung verlassen. Er geht nach Hamburg", sagte eine Roda-Sprecherin SPIEGEL ONLINE. Der frühere Coach von Schalke 04, Hertha BSC Berlin und des 1. FC Köln tritt damit die Nachfolge des gestern entlassenen Thomas Doll an. Laut einer Mitteilung auf der Homepage von Roda wird Stevens bereits morgen im Punktspiel des HSV in Berlin (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf der Bank sitzen.

"Wir sind uns einig geworden. Huub Stevens erhält einen Vertrag bis 2008", sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer dem sid.

Der neue Coach freut sich auf die Aufgabe. "Der HSV ist in der Bundesliga ein Verein mit viel Tradition. Ich bin sicher, dass die Mannschaft die nötige Qualität besitzt und in den verbleibenden Spielen die Abstiegsregion verlassen wird", sagte Stevens zu seinem neuen Engagement. "Wir haben mit Huub Stevens einen erfahrenen Trainer verpflichtet, der sich in der Bundesliga gut auskennt. Wir sind überzeugt, dass er die Mannschaft aus dem Tabellenkeller führen wird", erklärte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann.

Seit Mai 2005 stand Stevens in Kerkrade unter Vertrag, hatte jedoch eine mündliche Zusage, bei einem entsprechenden Angebot sofort wechseln zu dürfen. Am Morgen hatte "Sport Bild Online" gemeldet, dass Stevens gegen Berlin noch nicht auf der Trainerbank sitzen würde. "Das wäre Blödsinn. Ich stelle mir vor, dass mein Job am Sonntag oder Montag beginnt", wird Stevens zitiert.

Beiersdorfer dazu: "Die genauen Abläufe werden wir noch besprechen, möglicherweise wird die Mannschaft in Berlin noch von unserem Amateur-Coach Karsten Bäron betreut." Am Morgen hatte der HSV-Sportchef bestätigt, eine Absage vom ehemaligen Bayern-Coach Magath erhalten zu haben.

"Felix Magath hat mir in einem Telefonat am Morgen seine Absage mitgeteilt, mehr kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen", erklärte der HSV-Vorstandsvize heute. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" Magath mit den Worten zitiert: "Bevor der HSV am Donnerstag die Gespräche mit mir aufnahm, war sich der Verein bereits mit einem anderen Trainer einig. Da gebietet es mir mein Berufsethos, dem Kollegen den Job nicht wegzunehmen."

Stevens hatte schon gestern bestätigt, gern nach Hamburg wechseln zu wollen und damit die Nachfolge des entlassenen Doll anzutreten. "Er ist der richtige Mann und wird den HSV vor dem Abstieg retten. Ich wünsche dem Verein alles Gute", sagte Magath. Zu den Gesprächen mit dem HSV sei er ohnehin nur bereit gewesen, weil der Club ihm am Herzen läge und er helfen wollte. Magath war als Spieler mit dem HSV dreimal Deutscher Meister und zweimal Europapokalsieger geworden. Später arbeitete er noch als Manager und Trainer für den Verein.

fpf/all/pav/sid

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