Wechsel-Theater Van der Vaart soll spielen - für den HSV

Rafael van der Vaart hat erneut keinen Hehl aus seinem Wechselwunsch nach Spanien gemacht. Dennoch soll der Spielmacher morgen für den HSV gegen Leverkusen auflaufen. Davor hat er sich allerdings noch mit einem Valencia-Trikot ablichten lassen.


Hamburg - Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer forderte den 24-jährigen Kapitän zur Rückkehr ins Team am Sonntag gegen Leverkusen (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf: "Ich denke, dass man träumen darf. Aber er muss jetzt aufhören, sich in diese Richtung zu positionieren. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen." Auf die Frage, ob er gegen Leverkusen einsatzbereit sei, antwortete der Niederländer nach dem Abschlusstraining heute Abend nach Informationen des ZDF mit "Ja".

Trainer Huub Stevens appellierte nach der Rückkehr vom Uefa-Cup-Spiel in Budapest an die Fairness der Hamburger Fans, falls der am Rücken verletztevan der Vaart auflaufen sollte: "Wenn man einen HSVer auspfeift, pfeift man den ganzen HSV aus. Und das darf nicht sein."

Van der Vaart, der beim 0:0 bei Honved Budapestschmerzlich vermisst wurde, wird gegen Bayer dringend gebraucht. Nationalspieler Piotr Trochowski, der den "Zauberfuß" nur ungenügend ersetzen konnte, hatte sich in der Partie eine Bänderdehnung im Knie zugezogen und droht auszufallen.

Allerdings hat Niederländer seinen derzeitigen Verein erneut provoziert. Gestern ließ er sich von der spanischen Sportzeitung "As" in Hamburg mit dem Trikot des FC Valencia fotografierenund führte ein Gespräch mit FC-Manager Miguel Angel Ruiz. "Ich werde dafür kämpfen, dass das mein Trikot wird. Ich denke weiter, dass ich bei Valencia spielen werde. Ich werde vor dem 1. September da sein", sagte van der Vaart der Zeitung.

Wieder mit dabei im HSV-Kader ist Joris Mathijsen, der unter der Woche Vater geworden war. "So eine Geburt macht auch Kräfte frei. Ich gehe davon aus, dass er wieder spielen kann", sagte Stevens.

mt/dpa

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Tomislav, 15.08.2007
1.
Zitat von sysopImmer mehr Stars tricksen sich aus gültigen Verträgen, um zu einem anderen Verein zu wechseln. Sind Sie der Meinung, dass die Manager wieder verstärkt auf die Einhaltungen der Verträge pochen sollten? Welche Möglichkeiten oder Sanktionen gibt es dafür? Oder gilt bei Ihnen eher das Motto "Reisende soll man nicht aufhalten"?
Reisende sollte man wirklich nicht aufhalten. Jemand der unter "Zwang" für einen Verein spielt, bringt sowieso nicht mehr seine 100%-ige Leistung. Abgesehen davon, wird es doch andersrum auch oft so betrieben. Spieler die man nicht mehr haben will schiebt man ab, mobbt sie raus, etc.
JustusJonas, 15.08.2007
2. Typisch HSV
Seit Netzer nicht mehr beim HSV ist (okay, die Zeiten sind auch insgesamt anders) hat es der HSV nie mehr geschafft, ein Team aufzubauen. Jedesmal, wenn man mal in der oberen Tabellenregion war, wurde sofort den Verlockungen des Geldes nachgegeben und die Spieler waren weg. Ob Kovac, Salihamidzic, Butt, Ujfalusi, van Buyten, Boulahrouz - immer ließ man wichtige Spieler ziehen und damit zerfiel die Mannschaft. Ganz fatal ist das dann, wenn das nicht zu Saisonende, sondern wie jetzt am Beginn passiert. Das Signal ist doch klar, jeder talentiertere Spieler wie Kompany, Trochowski oder Feilhaber wird den Verein verlassen. Dann ist wieder Geld in der Kasse, aber keine Mannschaft. Meiner Meinung nach sollte der HSV nun mal Stärke zeigen und Van der Vaart nicht ziehen lassen, gegen Budapest auf den Platz tragen, dann ist das Kapitel Champions League mit Valencia erledigt. Er hat einen Vertrag, den muss er erfüllen, er ist dem HSV und den Fans auch etwas schuldig, schließlich hat er ihn von der Bank aus Amsterdam weggeholt und ein Podium gegeben. Wenn er dann aus Trotz schlecht spielt, sollte man ihn einfach bei den Amateuren verhungern lassen, dann wird er sich schon überlegen, ob er die EM aufs Spiel setzen wird. Die Konkurrenz wie Sneijder kann sich derweil bei Real profilieren. Sollte Valencia dann noch mal richtig was draufpacken, so 35 Mio bieten, kann man ihn immer noch ziehen lassen, dann hat man vielleicht noch die Chance, einen adäquaten Ersatz zu verpflichten.
Frau Wutz, 15.08.2007
3.
Mir ist nicht ganz klar, warum die Vereine nicht diese Verträge so gestalten, dass ein Spieler wie nun in Hamburg regressflichtig gemacht werden kann. Denn er schadet dem Verein, auch wirtschaftlich. Klar würde Hamburg eine ordentliche Ablöse bekommen, doch damit hätte der HSV noch lange keinen spielerisch gleichwertigen Ersatz. Ansonsten: Spieler solchen Charakters sollte man so schnell wie möglich loswerden. Sie schaden dem gesamten Mannschaftsgefüge.
seifertinho 15.08.2007
4. von mehreren Faktoren abhängig
So wie die Spieler auch bei sportlichem Versagen auf ihre Millionenverträge pochen, sollten die Clubs bei sportlichen Topleistungen eines Spielers auf Vertragserfüllung bestehen. Dazu gehört jedoch der entsprechende Hintergrund: Zunächst in finanzieller Dimension, denn die Ablöse darf nicht zum Einlenken verlocken. Ferner auch und besonders hinsichtlich der Verträglichkeit für die Gruppe. Das Management muss abwägen, ob der Spieler noch tragbar ist und Leistungsbereitschaft aufbringt. Letzteres wird Werder Bremen dazu bewogen haben, Miro Klose an die Bayern zu verscherbeln. Nun hat sich Raffael van der Vaart beim Hochheben seines Sohnes am Rücken verletzt und der Verdacht liegt nahe, dass er sich damit eine Europacupteilnahme mit dem FC Valencia offenhalten möchte (vgl. Khalid Bhoularouz 2006). Wenn es soweit ist, hat ein Verein kaum noch die Wahl und muss den Spieler verkaufen! Gegenbeispiele gibt es ebenfalls. Bei Werder Bremen hatten die Spieler Marco Bode und Dieter Eilts mehrfach lukrative Angebote anderer Clubs, haben jedoch nie ihren Wechsel provoziert. Eilts sagte irgendwann sinnemäß, dass er einfach Pech gehabt habe, dass sein Vertrag nie zum richtigen Zeitpunkt auslief... Fazit: Es hängt ab von im wesentlichen zwei Faktoren - dem Reiz des Geldes - dem Charakter des Spielers
nillivanmilli 15.08.2007
5. Wohl nicht praktikabel, .....
... aber eventuell doch möglich. Verzichtet auf all das Geld und setzt den Kerl auf die Tribüne. Und sei es nur zur Abschreckung für die anderen Geldsäcke. 2010 kann er dann Straßen kehren.
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