Wechseltheater Rummenigge warnt Podolski vor "Karriere-Rückschritt"

Nächste Runde im Transferdrama: Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge warnt Stürmer Lukas Podolski vor einem Karriereknick bei einem möglichen Wechsel zum 1. FC Köln. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff stimmt zu - und empfiehlt Scheuklappen für Podolski.


Hamburg - Bei einer möglichen Rückkehr zum 1. FC Köln verschlechtert sich Nationalstürmer Lukas Podolski nach Ansicht von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: "Seien wir mal ehrlich: Das ist doch ein Karriere-Rückschritt", kritisierte Rummenigge am Dienstag in einem Interview mit "sport1.de" den wechselwilligen Angreifer des FC Bayern München. "Beim FC Bayern spielt er in der Champions League und um die Meisterschaft. Das wird in Köln wahrscheinlich nicht der Fall sein."

Bayern-Stürmer Podolski: In München zuletzt nur noch Edel-Reservist
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Ähnlich bewertete Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff die Situation Podolskis: "Meiner Meinung nach sollte er Scheuklappen aufsetzen, sich durchbeißen und die Hürde bei den Bayern nehmen", sagte Bierhoff am Montagabend im Bayerischen Fernsehen. "Bayern zahlt ihm viel Geld, da muss er sich professionell verhalten und hart weiterarbeiten." München hat Podolski inzwischen signalisiert, ihn bei einem akzeptablen Angebot im Sommer ziehen lassen zu wollen.

Rummenigge kritisierte die Einstellung des Angreifers, der in München hinter den gesetzten Luca Toni und Miroslav Klose nur Ersatz ist. "Wenn ich bei Bayern München spiele und die Chance habe, mich dort durchzusetzen, dann tue ich einfach alles dafür. Er vermittelt seit Monaten den Eindruck, als drehe es sich bei ihm nur noch um einen Vereinswechsel beziehungsweise eine Rückkehr zum 1. FC Köln."

Kon Schramm, Berater und enger Vertrauter des 23-Jährigen, sagte SPIEGEL ONLINE: "Es wäre doch bei einem, natürlich rein hypothetischen, Wechsel nach Köln durchaus möglich, dass Lukas im internationalen Wettbewerb antritt." Die Champions League wäre sicher etwas hoch gegriffen, so Schramm, "aber der Uefa-Cup mittelfristig doch sicher nicht".

jok/dpa



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