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Deutschland gegen Argentinien: Götze schießt die DFB-Elf zum Titel

Foto: Matthias Hangst/ Getty Images

18 Treffer bei der WM Deutschland stellt Brasiliens Torrekord ein

Die Dominanz des Weltmeisters zeigt sich auch in der Statistik: Die deutsche Mannschaft liegt bei Laufleistung, Passquote und Toren vorne. Der Fakten-Überblick.

Hamburg - Die DFB-Auswahl hat mit ihren 18 Treffern auf dem Weg zum vierten WM-Titel die Bestmarke der brasilianischen Seleção, aufgestellt bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea, eingestellt.

Die Südamerikaner hatten damals mit 18 Treffern für den Höchstwert für die seit 1974 üblichen sieben Spiele bis zum Weltmeistertitel (2,57 Trefferquote) aufgestellt.

Spaniens acht Tore auf dem Weg zum Triumph bei der Fußball-WM in Südafrika 2010 bedeuteten die niedrigste Trefferquote eines Titelgewinners in der Turniergeschichte (1,14 Tore pro Spiel). Vor den Iberern hielt Brasilien die Negativmarke mit seinen elf Toren beim WM-Erfolg 1994 in den USA (1,57).

Die höchste Tor-Quote eines Weltmeisters erzielte ebenfalls eine deutsche Mannschaft - 1954 traf das Team von Sepp Herberger 25-mal in sechs Spielen (4,17).

Auch in anderen statistischen Bereichen liegt die Mannschaft von Joachim Löw vorne:

Der Dauerläufer: Keiner rannte so viel wie Thomas Müller. Der Bayern-Angreifer wurde mit dem silbernen Ball als zweitbester Spieler des Turniers hinter Lionel Messi gekürt. Mit 83,957 Kilometern absolvierte Müller fast einen doppelten Marathon. Toni Kroos folgt auf Platz zwei mit 82,6 Kilometern.

Der Passgeber: Ob auf der Sechserposition oder als rechter Verteidiger, Philipp Lahm spielte die meisten Pässe im ganzen Turnier. 651 Pässe gespielt, 562 davon kamen an. Auf Platz zwei auch hier Teamkollege Kroos mit 633 Pässen, von denen 537 beim Mitspieler landeten.

Die Passgeber: 5084 Pässe gespielt, 4157 zum Mitspieler gebracht. 82 Prozent der deutschen Abspiele landeten beim Mannschaftskollegen - WM-Spitzenwert für alle Teams, die die Vorrunde überstanden. Der früh gescheiterte Ex-Weltmeister Spanien kommt auf die gleiche Prozentquote, aber in drei Spielen nur auf 2071 Pässe.

Der Torjäger: Nur ein Treffer fehlte Thomas Müller, um ein bislang einmaliges Kunststück zu schaffen, den Titel als bester WM-Torjäger zu verteidigen. Fünf Tore reichten hinter James Rodríguez für Platz zwei. Zehn WM-Tore insgesamt heben ihn auf eine Stufe mit 54er-Weltmeister Helmut Rahn. Rekordmann Miroslav Klose hat 16 Tore.

Der Paradenmann: Keiner hechtete so oft hinter einem Ball her - und das mit Erfolg wie Manuel Neuer. 25 Paraden, dazu neun erfolgreiche Ausflüge aus seinem Tor sind absoluter Spitzenwert. Der Lohn: der Goldene Handschuh als bester Schlussmann - in einer Reihe mit Oliver Kahn (2002), Gianluigi Buffon (2006) und Iker Casillas (2010).

Die Abräumer: Niemand verteidigte so konsequent wie die DFB-Auswahl. 88-mal wurde der Ball aus der Gefahrenzone gebracht. 85 Prozent aller Angriffsversuche der Gegner wurden so vereitelt. Allerdings gibt es einige Teams mit einer besseren Prozentquote - wie Kroaten und Belgier - die waren aber am Finalwochenende längst zu Hause.

cte/dpa
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