Fußball-WM in Katar Dänemarks Nationalelf will Turnier für politische Botschaften nutzen

Slogans auf den Trikots, keine Sponsorentermine: Dänemarks Fußballer haben für die WM in Katar nicht nur sportliche Ziele – sondern wollen das Thema Menschenrechte vor Ort öffentlich machen.
Dänemarks Nationalspieler Thomas Delaney vom FC Sevilla

Dänemarks Nationalspieler Thomas Delaney vom FC Sevilla

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LISELOTTE SABROE / AFP

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft will ihre Teilnahme an der WM in Katar im kommenden Jahr nutzen, um auf die Menschenrechtssituation in dem arabischen Land hinzuweisen. Der dänische Fußballverband DBU kündigte am Mittwoch zahlreiche Initiativen an, wie man die kritische Haltung gegenüber Katars Umgang mit Gastarbeitern deutlich machen wolle.

So möchten die kommerziellen Partner ihre Tätigkeiten einschränken und keine Veranstaltungen besuchen, die nicht sportlicher Art sind – es sei denn, sie sind Teil des kritischen Dialogs, hieß es in einer Mitteilung. Auch der DBU wolle seine Reisetätigkeit einschränken und weniger Mitarbeiter zum Turnier schicken. Außerdem wollen die Sponsoren Danske Spil und Arbejdernes Landsbank auf ihre Logos auf den Trikots verzichten und den Spielern Platz für politische Botschaften einräumen.

»Die DBU steht der WM in Katar schon seit Langem sehr kritisch gegenüber, aber nun intensivieren wir unsere Bemühungen und den kritischen Dialog weiter«, sagte Verbandschef Jakob Jensen laut der Mitteilung. »Wir nutzen unsere Qualifikation, um für mehr Veränderung im Land zu arbeiten.«

aha/dpa
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