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03. Oktober 2013, 14:34 Uhr

WM 2014 in Brasilien

Erneuter Baustopp am Stadion in Curitiba

Wieder einmal Probleme bei einem WM-Stadion in Brasilien: Wegen gravierender Sicherheitsrisiken wird an der Arena in Curitiba vorerst nicht weitergebaut. Die Organisatoren bringt das erneut in Schwierigkleiten, denn eigentlich fordert die Fifa eine Fertigstellung bis Dezember.

Hamburg - Rund acht Monate vor der Fußball-WM-Endrunde in Brasilien ruht die Arbeit am Weltmeisterschaftsstadion in Curitiba erneut. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Stadionbau vor der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr derartige Schwierigkeiten bereitet.

Aufgrund gravierender Sicherheitsrisiken am Weltmeisterschaftsstadion hat ein Gericht für die Arbeiter ein Baustopp verhängt. Dies bringt die Organisatoren in noch größere Nöte, da die Arbeiten an der Arena in der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná bereits zuvor in Verzug geraten waren.

Nach Angaben der zuständigen Richterin Lorena Colnago sei es in verschiedenen Phasen des Bauvorhabens zu "unzähligen Verstößen" gegen die Sicherheitsbestimmungen gekommen. Dabei sei das Leben der Arbeiter wegen gravierender Mängel permanent in Gefahr gewesen. Die Fertigstellung der Arena war ursprünglich für den vergangenen Sommer geplant.

Die Modernisierungsarbeiten an der Heimspielstätte von Atletico Paranaense dürften für einige Wochen ruhen, da die akuten Probleme nicht über nach Nacht zu lösen seien, teilte die Richterin mit. Der Fußball-Weltverband und WM-Ausrichter Fifa hatte gefordert, dass die zwölf WM-Arenen im Dezember bezugsfertig sein müssen.

Zuvor hatten die WM-Planer in São Paulo von Schwierigkeiten berichtet, die Arena bis zum Übergabetermin fertigzustellen. In dem Stadion soll am 12. Juli 2014 das WM-Eröffnungsspiel stattfinden. Probleme bereitete offenbar die Bestuhlung der beinahe 70.000 Plätze. Zudem wurde bekannt, dass die Kosten für den Umbau des legendäre Maracanã-Stadions in Rio de Janeiro immer teurer wurden.

asi/sid

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