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Bundesliga: Werder am Boden

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images

Niederlage gegen Augsburg Werder jetzt schon in der Krise

Den Ligaauftakt in München vollkommen verpatzt - jetzt war Werder Bremen gegen den FC Augsburg um Wiedergutmachung bemüht. Das ist misslungen. Werder verlor sein Heimspiel 1:2 und bleibt Letzter.

In Bremen hatten sie richtig viel Zeit zur Verarbeitung. Nach dem desaströsen 0:6 in München zum Saisonauftakt sind 16 Tage verstrichen bis zum nächsten Auftritt von Werder in der Liga. Aber es war wohl immer noch nicht genug Zeit. Werder kassierte auch in seinem ersten Heimspiel eine Niederlage, 1:2 wurde gegen den FC Augsburg verloren.

Aron Jóhannsson verwandelte einen Elfmeter kurz vor dem Wechsel zum Führungstreffer. Der Niederländer Jeffrey Gouweleeuw besorgte den Ausgleich. Kostas Stafylidis verwandelte in der 73. Minute einen Freistoß zum Sieg.

Nach dem Debakel von München war Werder-Coach Viktor Skripnik schon früh in die Diskussion geraten. Eine Diskussion, die Werder wohl noch weiter begleiten wird.

Die Gastgeber mussten gegen die Augsburger erneut ohne das verletzte Sturmduo Claudio Pizarro und Max Kruse antreten, aber Werder hat einen neuen Hoffnungsträger: Stürmer Serge Gnabry kam unter leicht undurchsichtigen Umständen vom FC Arsenal an die Weser. Skripnik gab ihm gleich von Beginn an eine Chance.

Man merkte den Bremern zunächst noch die Last des missglückten Ligabeginns an. Werder startete nervös, der FC Augsburg nahm relativ schnell das Heft in die Hand und hatte durch Alfred Finnbogason die erste gute Torchance. Doch der Schlenzer des Isländers vorbei an Werder-Torwart Clemens Wiedwald verfehlte das Tor nur knapp.

Werder arbeitete sich langsam in die Partie, Gnabry hatte seinen Beitrag daran, dass die Bremer ihre ersten Chancen hatten. Einmal dribbelte er sich im Strafraum frei, sein Zuspiel konnte Fin Bartels aber nicht verwerten. Kurz vor der Pause dann die Szene der Halbzeit: Zlatko Junuzovic nahm im Strafraum Tempo auf, Augsburgs Innenverteidiger Martin Hinteregger suchte ungestüm den Zweikampf, Junuzovic fiel, und Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter. Die Chance ließ sich Jóhannsson nicht entgehen.

In der zweiten Hälfte startete Bremen schwungvoll, hatte Pech, dass Schiedsrichter Siebert nach einer erneuten Attacke Hintereggers gegen Lamine Sané keinen weiteren Strafstoß zugesprochen bekam. Stattdessen fing sich der Gastgeber nach einem Eckball den Ausgleich. Gouweleeuw staubte zu seinem ersten Bundesligator ab, als die Werder-Abwehr leicht orientierungslos wirkte.

Auf die Bremer wirkte der Treffer wie ein Schock. Nach vorne passierte nicht mehr viel. Die Augsburger hatten gleich mehrere Gelegenheiten, das Spiel komplett zu drehen. Von daher war der Sieg durch den Freistoß von Stafylidis am Ende sogar verdient. Es sind erst zwei Spieltage absolviert, aber in Bremen wird schon wieder die Krise ausgerufen.

Werder Bremen - FC Augsburg 1:2 (1:0)
Tore: 1:0 Jóhannsson (45. Foulelfmeter)
1:1 Gouweleeuw (52.)
1:2 Stafylidis (73.)
Bremen:
Wiedwald - Gebre Selassie, Sané, Caldirola, Bauer (78. Thy) - Fritz, Grillitsch (83. Petsos) - Bartels, Junuzovic, Gnabry - Jóhannsson (68. Hajrovic)
Augsburg: Hitz - Verhaegh, Gouweleeuw, Hinteregger, Stafylidis - Kohr, Baier (90. Janker) - Bobadilla, Koo (78. Kacar), Caiuby - Finnbogason
Schiedsrichter: Siebert
Zuschauer: 41.000

aha