Werder Bremen verkauft offenbar Stadion-Namensrechte Auch das Weserstadion verliert seinen Ursprungsnamen

Als einer der letzten Bundesligaklubs verkauft Werder Bremen nach Medienberichten seinen Stadionnamen. Der Deal soll 30 Millionen Euro in zehn Jahren bringen - aber nicht an den Verein fließen.

Weserstadion (Archivbild 2010)
imago images

Weserstadion (Archivbild 2010)


Die Heimspiele des Bundesligisten Werder Bremen werden offenbar ab der kommenden Saison im Wohninvest Weserstadion ausgetragen: Nach übereinstimmenden Medienberichten steht der Klub vor dem Verkauf des Stadionnamens Weserstadion.

Die Bremer werden demnach die Namensrechte für die kommenden zehn Jahre an das Immobilienunternehmen Wohninvest Holding GmbH aus Fellbach in Baden-Württemberg abtreten. Der Klub soll dafür jährlich drei Millionen Euro erhalten. Werder wollte sich dazu am Freitag nicht äußern. Zunächst hatten unter anderem die "Bild"-Zeitung und Radio Bremen berichtet. Der Abschluss des Vertrags stehe offenbar kurz bevor.

Laut "Bild" war der ursprüngliche Plan des Unternehmens, das Stadion in Wohninvest Arena umzubenennen.

Nur noch wenige Stadien mit ursprünglichem Namen

Das Geld werde allerdings nicht direkt an den Bundesligisten fließen, sondern an die Bremer Weserstadion Gesellschaft (BWS), die zu je 50 Prozent der Stadt und dem Verein gehört. Nach den Umbaumaßnahmen bis 2011 muss die Gesellschaft weiterhin Kredite von bis zu 70 Millionen Euro abtragen. Bis 2018 besaß das Oldenburger Versorgungsunternehmen EWE die Namensrechte und zahlte Werder pro Jahr drei Millionen Euro, ohne aber den Namen zu verändern.

Die Bremer kündigten in den vergangenen Jahren immer wieder an, über den Verkauf des bei den Anhängern so beliebten Stadionnamens Weserstadion nachdenken zu müssen.

Damit besitzen in der Bundesliga nur noch Hertha BSC (Olympiastadion), Aufsteiger Union Berlin (Stadion An der Alten Försterei) und Borussia Mönchengladbach (Borussia-Park) die ursprünglichen Stadionnamen.

ngo/dpa/sid

Mehr zum Thema


insgesamt 28 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Sotnik 31.05.2019
1. Au ja!
Ich (Dauerkarten-Inhaber) freu' mich schon tierisch darauf, samstags ins "Wohninvest-Stadion" zu pilgern und "Wiesenhof Bremen" bei Heimspielen zuzujubeln! Vielleicht gibts ja für Mitglieder auch Vorzugsmieten in Wohninvest-Gebäuden... Tolle Idee Bremen! Ihr wißt wirklich, wie's geht und man die eigenen Fans glücklich macht...!
Stäffelesrutscher 31.05.2019
2.
»Damit besitzen in der Bundesliga nur noch Hertha BSC (Olympiastadion), Aufsteiger Union Berlin (Stadion An der Alten Försterei) und Borussia Mönchengladbach (Borussia-Park) die ursprünglichen Stadionnamen.« Hm. Wenn bei Mönchengladbach zutreffenderweise berücksichtigt wird, dass das aktuelle Stadion ein Neubau ist, das nichts mit dem alten Bökelbergstadion zu tun hat, dann müsste konsequenterweise auch München-Fröttmaning erwähnt werden - oder hieß der Schwimmreifen schon mal anders als nach einer Versicherung?
liberohyde 31.05.2019
3. Der Name Weserstadion
war ein jahrelanger Luxus, den Werder sich nicht wirklich leisten konnte. Mit dem "Doppelnamen" ist anscheinend ein Kompromis gefunden worden, der definitiv akzeptabel ist! Es ist durchaus sinnvoll, das Werder Bremen diese Möglichkeit nutzt, um weiteres Geld zu verdienen! Und immer noch 1000Mal besser als SignalIdunaPark, Allianz -oder Veltinsarena..
der_rookie 31.05.2019
4. Hm
Der letzte Satz stimmt so nicht. Auch die Allianzarena hat noch ihren ursprünglichen Namen.
dilldopp 31.05.2019
5. @sotnik
Keine Sorge, sie stehen nicht alleine da. Bei uns in Düsseldorf freuen sich die Fans auch regelmäßig endlich wieder in die "Merkur Spielarena" zu tingeln. Anständige Unternehmen lassen mittlerweile scheinbar die Finger vom modernen Fußball.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.