Verdacht auf Wettbetrug Spieler verlassen nach viertem Elfmeterpfiff den Platz

Vier Elfmeter aufgrund von teilweise absurden Schiedsrichter-Entscheidungen: Das Testspiel zwischen Standard Lüttich und dem SC Heerenveen im Winter-Trainingslager geriet zur Farce. Es riecht nach Spielmanipulation.
Profis von Standard Lüttich: Spielabbruch nach vier Elfmetern

Profis von Standard Lüttich: Spielabbruch nach vier Elfmetern

Foto: EuroFootball/ Getty Images

Hamburg - Vier Mal entschied der spanische Schiedsrichter Raúl Nicolas Espejo im Testspiel zwischen Standard Lüttich und dem SC Heerenveen auf Elfmeter - nach dem vierten Strafstoß, den der Schiedsrichter nach teilweise absurden Entscheidungen gegeben hatte, hatten die Profis aus Heerenveen dann genug. Sie verließen in der 89. Minute vorzeitig entrüstet den Platz. Der niederländische Verband KNVB kündigte jetzt Untersuchungen wegen des Verdachts auf eine mögliche Manipulation der Partie an.

An sich war es nur ein unbedeutender Test, den die Teams in ihrem Winter-Trainingslager in Spanien vereinbart hatten. Aber Referee Espejo sorgte mit seinen Pfiffen dafür, dass diese Partie ein Nachspiel bekommt. Vor allem ein Elfmeter, als er einen harmlosen Zweikampf an der Strafraumgrenze abpfiff und den Tatort kurzum in den Sechzehner verlegte, hat die Niederländer erregt und gleichzeitig den Verdacht auf Absprache geweckt. Hier kann man die auffälligen Szenen im Video sehen. 

Heerenveens Trainer Dwight Lodeweges sagte nach der Partie, er wolle "nichts unterstellen, aber ich habe schon den Eindruck, dass da was faul war". So habe der Schiedsrichter Elfmeter für Standard gepfiffen, "und keiner wusste warum. Nicht einmal die Lütticher konnten das verstehen", sagte er der niederländischen Fachzeitschrift "Voetbal International".

Der KNVB will nun mit den Offiziellen aus Heerenveen Gespräche führen, um eine mögliche Untersuchung der Umstände dieser Partie einzuleiten. Dazu müsste man allerdings Fifa und Uefa hinzuholen, da das Spiel in Spanien und nicht auf niederländischem Boden stattgefunden hat, teilte der Verband mit. Zunächst will der KNVB allerdings abwarten, bis die Mannschaft des Ehrendivisionärs aus dem spanischen Trainingslager zurückgekehrt ist.

aha
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