Ex-Juve-Sportdirektor Richter heben Haftstrafe gegen Moggi auf

Er gilt als die zentrale Figur des Wettskandals in Italien. Dennoch kommt Luciano Moggi, Ex-Sportdirektor von Juventus Turin, ohne Strafe davon. Die Vorwürfe gegen ihn seien verjährt, urteilte Italiens höchstes Gericht.

Moggi (Archivbild vom November 2011): Haftstrafe aufgehoben
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Moggi (Archivbild vom November 2011): Haftstrafe aufgehoben


Hamburg - Die Haftstrafe gegen den früheren Sportdirektor von Juventus Turin, Luciano Moggi, ist aufgehoben worden. Die Vorwürfe seien verjährt, entschied Italiens höchstes Gericht am Montagabend in Rom. Moggi war als zentrale Figur des Manipulationsskandals von 2006 in erster Instanz zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Ende 2013 war die Haftstrafe in zweiter Instanz auf zwei Jahre und vier Monate verkürzt worden.

Die Gerichte hatten den früheren Manager des Rekordmeisters der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen. Moggi war auch Sportbetrug vorgeworfen worden. Von den 37 Angeklagten in dem Prozess wurde nur Ex-Schiedsrichter Massimo de Santis zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Damit ist die juristische Aufarbeitung des Calciopoli-Skandals nach neun Jahren abgeschlossen. Die Enthüllungen hatten den italienischen Fußball 2006 in eine schwere Krise gestürzt. Moggi war vorgeworfen worden, Schiedsrichter beeinflusst, und Spiele zugunsten von Juve manipuliert zu haben. Unabhängig von dem Prozess war der 77-Jährige zu einem lebenslangen Berufsverbot im Fußball verurteilt worden, Turin wurden die Meistertitel aus den Jahren 2005 und 2006 aberkannt.

cte/dpa



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