Italiens Wettskandal Juve-Trainer Conte wird verhört

Jetzt wird es auch für Antonio Conte ernst: Der Trainer von Juventus Turin wird im italienischen Fußball-Wettskandal vom Staatsanwalt vernommen. Auch die Staatsanwaltschaft Cremona ermittelt gegen den 42-Jährigen, dem Ergebnisabsprachen vorgeworfen werden.

Juve-Trainer Conte: Im Wettskandal vorgeladen
AFP

Juve-Trainer Conte: Im Wettskandal vorgeladen


Hamburg - Im italienischen Fußball-Wettskandal hat auch Trainer Antonio Conte von Meister Juventus Turin eine Vorladung erhalten. Der frühere Nationalspieler soll am 13. Juli vom Staatsanwalt gehört werden, wie der Italienische Fußballverband (FIGC) auf seiner Internetseite mitteilte. Ferner haben unter anderen der Trainer des SSC Neapel, Walter Mazzarri, und Juves Nationalspieler Fabio Quagliarella Vorladungen bekommen.

Italienische Medien berichteten zudem, dass auch der Präsidenten des AC Siena, Massimo Mezzaroma, sowie der Torhüter des SSC Neapel, Morgan De Santis, vernommen werden sollen.

Die Staatsanwaltschaft Cremona ermittelt auch gegen den 42-jährigen Conte. Als Trainer des AC Siena soll er in der vergangenen Saison an Ergebnisabsprachen beteiligt gewesen sein. Am Pfingstmontag hatten Beamte sein Haus durchsucht, nachdem ihn sein ehemaliger Spieler Filippo Carobbio belastet hatte. Conte bestreitet jede Manipulation.

Polizei und Staatsanwaltschaft beschäftigen sich im Wettskandal in erster Linie mit Partien der vergangenen Saison unter Beteiligung von Lazio, Lecce, Genua, Siena und Novara. Der Skandal war Ende Mai losgebrochen, als die Polizei bei einer Großrazzia das Trainingslager der italienischen Nationalmannschaft durchsucht hatte.

leh/dpa/sid



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